Finanzgeschehen im September

Auch im September eroberten der Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq neue Rekordhochs. Ein Grund hierfür ist das Wiederaufleben der sogenannten „Trump-Rally“ in den USA. Aber auch die europäischen Börsen zeigen sich trotz Unsicherheiten rund um das Unabhängigkeits-Referendum in Spanien in Bestlaune. Unter anderem konnte der wieder etwas schwächere Euro die Sorgen vor einer allzu starken Beeinträchtigung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie dämpfen.

Mit der Wahl des Donald Trump zum US-Präsidenten Ende letzten Jahres gingen Hoffnungen auf massive Konjunkturstimuli, Deregulierungen und Steuererleichterungen für Unternehmen in den Vereinigten Staaten einher. Das befeuerte die sogenannte Trump-Rally an den US-Börsen. Allerdings kamen nach einigen Misserfolgen der Trump-Administration, beispielsweise bei der Gesundheitsreform, zunehmend Zweifel an ihrer Durchsetzungsfähigkeit auf. Die Trump-Rally lief aus und andere Themen rückten in den Vordergrund. Nun scheint sich das Blatt allerdings zu wenden. Die Republikaner und die Trump-Regierung scheinen sich nun zusammenraufen zu wollen, um endlich einen legislativen Erfolg vorweisen zu können und machen daher die angekündigte Steuerreform zu einer ihrer Prioritäten. Nach langen Spekulationen konkretisierte Donald Trump Ende September seine Steuerpläne, über die lange lediglich spekuliert werden konnte. Unter anderem soll der Spitzensteuersatz für US-Unternehmen von 35 Prozent auf 20 Prozent abgesenkt werden. US-Unternehmen, die teilweise bereits eine hohe Bewertung an den Börsen aufweisen, würden durch die geringere Steuerlast attraktiver. Ein wichtiger Schritt zur Realisierung der Steuerpläne haben die Republikaner nun getan: Das US-Repräsentantenhaus und der Haushaltsausschuss des US-Senats haben jeweils Haushaltsentwürfe beschlossen, die ein interessantes, legislatives Werkzeug beinhalten: die Möglichkeit mit einer einfachen Mehrheit ein Steuergesetz durchzusetzen. So können die US-Demokraten umschifft werden, was entsprechend die Chancen für einen erfolgreiche Umsetzung der Steuerreform erhöht. Der US-Senat und das Repräsentantenhaus müssen sich noch auf einen gemeinsamen Haushaltsentwurf einigen, damit dieses legislative Werkzeug eingesetzt werden kann. Die Börsen quittieren die Aussicht darauf allerdings bereits mit neuen Allzeithochs.

Trotz der verwirrenden Lage rund um das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien, sind auch die europäischen Börsen in Beststimmung. Investoren rechnen damit, dass es nicht zu einer Unabhängigkeit Kataloniens kommen wird. Einerseits wurde das Referendum von der Zentralregierung in Madrid nicht anerkannt. Andererseits zeigt sich, dass die Europäische Union einer Mitgliedschaft der unabhängigen Republik Katalonien nicht so einfach Tür und Tor öffnen wird, um Separationstendenzen in der EU keinen Auftrieb zu geben. Bei einer Unabhängigkeit würden dann in Katalonien plötzlich Steuern auf den Handel mit der EU und Spanien fällig werden, den wichtigsten Handelspartnern. Die wirtschaftlichen Risiken, die damit einhergehen, machen auch der katalanischen Regionalregierung Sorgen und senken die Chancen auf eine Unabhängigkeit. Entsprechend konzentrieren sich die Investoren weiterhin auf die exzellenten Wirtschaftsdaten in Europa und den wieder schwächeren Euro. Die starke Aufwertung der Gemeinschaftswährung hatte in den letzten Monaten etwas auf der Performance der europäischen Indizes gelastet.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

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Warum Ihnen spenden hilft und auch Anderen

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Finanzgeschehen im August

Ein Börsenspruch unter Händlern lautet zwar „sell in May and go away“, allerdings hat es sich auch im August gelohnt an den Börsen investiert zu bleiben. So haben sowohl die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 als auch der Nasdaq erneut neue Allzeithochs gesetzt. Auch weltweit war der August ein guter Börsenmonat mit einem neuen Rekordhoch des MSCI-Welt. Und dies trotz der immer wieder aufflammenden Kriegsrhetorik zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-un. Dass die europäischen Indizes etwas hinterherhinken, liegt wiederum an der starken Aufwertung des Euros.

Ein weiterer Börsenspruch lautet „politische Börsen haben kurze Beine“. Und auch dieses Mal bestätigte sich diese Regel, wenn man auf die zwischenzeitliche Unsicherheit durch die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA blickt. Einige Investoren haben kurzfristig Aktien verkauft um Kapital in Gold, Anleihen und andere, als „sichere Häfen“ geltende Anlagen umzuschichten. Die Unsicherheiten währten allerdings nur kurz, wie die anschließende Rekordjagd an den Börsen zeigt. Gleichzeitig verdeutlicht dies wieder einmal, wie wichtig eine Diversifizierung der Kapitalanlage ist. Nur so kann das Kapital in jeder Börsenphase für Sie arbeiten.

Trotz sehr guter Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, die ein breites Wachstum nicht nur in den starken Ländern wie Deutschland zeigen, sondern auch in der Euro-Peripherie, waren die europäischen Börsen auch im August Nachzügler. Sollte der Euro weiterhin so rasant ansteigen, könnte dies europäische Exporte erschweren, befürchten einige Anleger. Viele Investoren sahen auf Seiten der Europäischen Zentralbanken (EZB) Indizien einer baldigen Kehrtwende von der expansiven Geldpolitik aufkommen. Allerdings verschob EZB-Präsident Mario Draghi auf der jüngsten Zinssitzung die Entscheidung, wann das Anleihekaufprogramm reduziert werden könnte. Im Gegenteil, erklärte er sogar, dass die wichtigste Notenbank Europas bereit sei, das Anleihekaufprogramm falls nötig noch aufzustocken. Von einer Anhebung der Leitzinsen in Europa wird bei allen Spekulationen um eine Reduzierung des Aufkaufprogrammes noch nicht einmal gesprochen. Verständlich, angesichts einer August-Inflationsrate der Eurozone von 1,5 Prozent. Gegen eine rasche Zinsanhebung spricht nicht nur das Verharren der Verbraucherpreisteuerung unter der EZB-Zielmarke von 2 Prozent. Der stärkere Euro macht Importe in die Eurozone günstiger und wirkt so sogar noch zusätzlich inflationsdämpfend.

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Experten meinen: Interview mit Carl von Stechow von ZINSLAND.

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  1. Können Sie sich kurz unseren Lesern vorstellen?

Sehr gerne. Ich heiße Carl von Stechow und bin seit 2014 Mitgründer und Geschäftsführer von ZINSLAND. Ich bin seit über 10 Jahren in der Immobilienbranche tätig und beschäftige mich im Schwerpunkt mit der Entwicklung von Fonds sowie Anlageprodukten.

  1. Warum haben Sie ZINSLAND gegründet?

Zuerst einmal möchte ich ZINSLAND kurz vorstellen: ZINSLAND ist eine deutsche Online Plattform für Immobilien Finanzierungen mit Sitz in Hamburg. Seit 2014 werben wir Mezzanine-Kapital für Immobilienprojekte in Deutschland und mittlerweile auch Österreich ein.

Gemeinsam mit meinen Gesellschafter Moritz Eversmann und Dr. Stefan Wiskemann habe ich die Chance gesehen, Kleinanlegern über das Internet den Zugang zu lukrativen Immobilien-Investments zu ermöglichen. Wir wollten diese Form der Geldanlage, welche zuvor nur vermögenden Privatpersonen und institutionellen Großanlegern vorbehalten war, demokratisieren. Und unser Erfolg zeigt, dass wir mit dieser Idee genau den Nerv der Zeit getroffen haben.

Was ist Crowdinvesting und wie funktioniert es?

Das Grundprinzip der Schwarmfinanzierung hat schon Mozart im 18. Jahrhundert verwendet, als er eines seiner Konzerte vom Publikum finanzieren ließ. Im Bereich der Immobilien läuft das heutzutage ähnlich ab, aber mit einem großen Unterschied. Ihr Kapital müssen die Anleger nicht mehr verschenken, sondern erhalten als Investoren eine attraktive Rendite.

Auf unserer Plattform stellen wir dabei die Bauvorhaben renommierter Projektentwickler der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Bauherren sichern sich auf diesem Wege ein Darlehen von der Crowd, mit dem sie einen Teil ihres Eigenkapitals aus dem Projekt lösen. Dieses Eigenkapital kann dann wiederum flexibel eingesetzt werden, beispielsweise für den Ankauf eines neuen Grundstücks.

Wie suchen Sie die Projektentwickler aus, mit denen Sie zusammenarbeiten und welche Projekte schaffen es dann letztendlich auf Ihre Plattform?

Wir veröffentlichen nur ausgewählte Projekte renommierter Projektentwickler auf unserer Plattform. Ein langjähriger und erfolgreicher Track-Record ist dabei entscheidend: Der Bauherr sollte in der Vergangenheit schon vergleichbare Projekte erfolgreich realisiert haben.

Generell stellt ZINSLAND nur Projekte auf die Plattform, die sich bereits in einer fortgeschrittenen Projektphase befinden. In der Regel liegt also bereits eine Baugenehmigung vor und die Projekte befinden sich kurz vor der Hochbauphase oder bereits im Vertrieb. (Dies erklärt u.a. die kurzen Projektlaufzeiten von 12-24 Monaten.)

Gibt es Ihrer Meinung nach eine Immobilienblase in Deutschland?

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt und ein Ende ist aktuell nicht in Sicht: Während im Jahr 2009 knapp 13 Milliarden Euro in Immobilien flossen, investierten die deutschen Anleger im vergangenen Jahr über 65 Milliarden Euro in das Betongold.

Diese Entwicklung würde ich allerdings nicht als eine Immobilienblase bezeichnen. In den vergangenen Jahren ist der Bedarf an neuem Wohnraum schlichtweg nicht gedeckt worden und jetzt wird diesem Defizit gerade mit Hochdruck entgegengewirkt.

Das Interesse an der Anlageklasse ist dementsprechend sehr hoch – und wir wollen auch in den kommenden Jahren noch mehr Menschen den einfachen Zugang zu Immobilieninvestitionen ermöglichen

Gab es bei ZINSLAND-Projekten schon einmal Schwierigkeiten mit einem Projekt?

Alle auf unserer Plattform vorgestellten Projekte werden vom Bauherrn auch realisiert, da sie auch ohne das Mezzanine-Kapital realisiert werden würden. Mit dem eingesammelten Crowd-Kapital wird nämlich ein Teil des Eigenkapitals aus dem in der Regel bereits in der Bauphase befindlichen Projekts gelöst.

Natürlich müssen wir bei einem Bauvorhaben aber immer die diversen wirtschaftlichen und baulichen Faktoren bedenken, die sich teilweise nicht beeinflussen lassen. Durch einzelne Dienstleister kann es beispielsweise zu Verzögerungen in der Bauphase kommen. Aktuell befinden sich alle über uns gefundeten Projekte im planmäßigen Verlauf: Die Investitionen aus drei Projekten haben wir außerdem bereits verzinst an die Anleger zurückgezahlt.

Worauf sollen Privatanleger bei der Geldanlage aus Ihrer Sicht den Fokus legen?

Mein Rat bei Geldanlagen lautet immer: Diversifikation, also durch Streuung des investierten Kapitals das Risiko zu verteilen. Anleger sollten ihr Geld niemals komplett in ein einziges Anlageprodukt investieren. Vielmehr ist eine Verteilung über unterschiedliche Produkte sowie Risikoklassen die sinnvollere Alternative.

Ich rate unseren Investoren immer Geld nur dann anzulegen, wenn sie absolut vom jeweiligen Projekt überzeugt sind. Meiner Meinung nach ist das der beste Ratschlag: wenn man sich bezüglich einer Anlage unsicher ist, sollte man lieber nicht investieren. 

Was machen Sie hinsichtlich Ihrer eigenen Geldanlage

Primär bin ich natürlich in mehrere unserer Projekte investiert und beschäftige mich auch darüber hinaus gerne mit dem deutschen Immobilienmarkt. Zudem habe ich vor kurzem die Wohnung gekauft, in der ich mit meiner Familie wohne.

Das richtige Maß finden

Als kleinstes Flächenland Deutschlands hat das Saarland bei vaamo beim Thema Sparplanhöhe die Nase vorn. Denn eine interne Analyse unserer Sparraten nach Bundesland ergab, dass die Saarländer nicht nur die im Durchschnitt höchste Sparplanrate haben, sie sparen auch mehr als doppelt soviel wie unsere Hauptstädter in Berlin. Selbst unser Heimatland Hessen liegt im Deutschlandranking nur auf Platz 5. Die Höhe der monatlichen Anlage allein ist jedoch nicht aussagekräftig, denn aus ihr erfährt man nichts über das Verhältnis zum monatlichen Einkommen der Sparer. Die sogenannte Sparquote, die genau dieses Verhältnis abbildet, liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 9,7 % und verteilt sich ganz unterschiedlich über die Bundesländer.

Als Vermögensverwalter liegt es in unserer Verantwortung, unseren Kunden ein geeignetes Produkt anzubieten. Hierfür haben wir unsere Anlagestrategien entwickelt, mit denen man je nach persönlicher Risikoneigung einfach am Kapitalmarkt investieren kann. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist somit getan. Aber wieviel sollte man eigentlich monatlich zurücklegen?

Eine Faustformel besagt, dass jeder eine Reserve von 3 6 Monatsgehältern besitzen sollte. Dieser Betrag ist ausschließlich dazu gedacht um unvorhersehbare Ausgaben (wie den Kauf einer neuen Waschmaschine, wenn die alte soeben den Geist aufgegeben hat) aufzufangen. Daher ist es wichtig, dass diese Reserve auf einem Konto mit täglicher Verfügbarkeit zugänglich ist. Zu dieser finanziellen Reserve kommt nun das Sparen für den langfristigen Vermögensaufbau bzw. für das Alter hinzu. Hier wird oft zu einer Sparquote von 10 % des Nettoeinkommens geraten. Staatlich gefördert werden aber nur 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens und auch nur, wenn in spezielle Altersvorsorgeprodukte investiert wird. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von gerundet 3.000 EUR, von dem abzüglich Steuern und Sozialabgaben noch ca. 2.200 EUR netto ausgezahlt werden, müßten dementsprechend 220 EUR im Monat gespart werden.

Eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes, die im Dezember letzten Jahres veröffentlich wurde, hat sich dem Thema angenommen. Unter dem Arbeitstitel Lebensstandard im Alter sichern Rentenlücke mit Aktien schließen” wurde erneut festgestellt, dass wir Deutschen zu sehr sicherheitsorientierten Produkten neigen. Nicht mal jeder Fünfte ist im Besitz von Aktien. Und das, obwohl wir uns in einer anhaltenden Niedrigzinsphase befinden und somit eine Investition am Kapitalmarkt eine logische Alternative bildet. Sicherlich sind viele Anleger von der Volatilität der schwankenden Märkte abgeschreckt und befürchten einen Kapitalverlust. Aus diesem Grund wurden die historischen Renditen am deutschen Aktienmarkt Dax 30 bei einer langfristigen monatlichen Anlage betrachtet. Das Ergebnis zeigte, dass bei einem Anlagezeitraum von mindestens 20 Jahren selbst im schlechtesten Falle eine jährliche positive Rendite erwirtschaftet wurde. Das bedeutet, dass der Anleger nicht nur einen vollständigen Kapitalerhalt erzielt hätte, sondern auch noch eine positive jährliche Rendite, die mit durchschnittlich 2,7 % weit über dem momentanen Tageszinssatz und auch über der von der EZB angehaltenen Inflationsrate von ca. 2 % liegt.

  

Eine breite Streuung über verschiedene Branchen und Regionen, sowie über unterschiedliche Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen, können die Schwankungsbreite minimieren. Und durch einen regelmäßig eingezahlten Sparbetrag, stellt sich die Frage nach dem richtigen“ Einstiegszeitpunkt an der Börse nicht. Dem Cost-Average-Effekt (auch Durchschnittskosteneffekt) sei Dank.

Eine Überprüfung, mit welchen Produkte Sie momentan für den langfristigen Vermögensaufbau sparen, lohnt also in jedem Fall. Selbst die Verbraucherzentrale rät, sich wenigstens einmal im Jahr die Zeit zu nehmen und zu überprüfen, ob die persönlichen Finanzen noch den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Denn mit steigendem Lebensstandard sollte auch die monatliche Sparrate erhöht werden, um den gleiche Standard auch für das Alter ermöglichen zu können

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Finanzgeschehen im Juli

Neue Allzeithochs im MSCI-World, S&P 500, Dow Jones und Nasdaq prägen den Börsenmonat im Juli. Auf der anderen Seite fielen europäische Indizes leicht zurück. Was allerdings nicht an den fundamentalen Daten liegt, denn diese sehen für Europa sehr gut aus. Vielmehr belastet der rasant aufgewertete Euro. Durch die Erholung der Gemeinschaftswährung gegen den US-Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren werden europäische Produkte im Ausland teurer und belasten etwas die Wettbewerbsfähigkeit.

Der stark gestiegene Euro hat noch eine andere Auswirkung. Da zahlreiche Aktien und Anlagen in US-Dollar notieren, können durch eine Rück-Umrechnung in Euro einige Prozente verloren gehen. Das bedeutet, dass selbst bei einer guten Strategie und steigenden Kursen in Euro gerechnet leichte Verluste auftreten können. Dieser Effekt funktioniert in beide Richtungen. Sollte der Euro beispielsweise wieder etwas schwächer gegen den US-Dollar notieren, kann es auch zu Wechselkursgewinnen zusätzlich zu Kursgewinnen kommen. Daher ist eine breite Diversifizierung in verschiedene Regionen empfehlenswert.

Ein Grund für die starke Aufwertung des Euros liegt in Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi. Auf einer Konferenz im portugiesischen Sintra hatte der oberste Geldhüter sich zuversichtlich gezeigt, dass in der Eurozone das Inflationsziel von zwei Prozent wieder erreichbar sei. Am Markt wurden seine Worte dahingehend gedeutet, dass die EZB bald einen Schritt in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik beschließen könnte, angefangen mit einer Reduzierung des monatlichen Volumens ihres Wertpapieraufkaufprogrammes. Die jüngsten Inflationszahlen für den Euroraum zeigen allerdings, dass der Weg noch weit ist. So blieb die Teuerung der Verbraucherpreise im Juli mit 1,3 Prozent weiterhin sehr niedrig.

Im Fokus der Marktteilnehmer standen im Juli allerdings auch die Geschäftsergebnisse von Unternehmen. Und die Zahlen für das letzte Quartal können sich durchaus sehen lassen, was auch den Höhenflug der Börsen maßgeblich stützt. So konnten 73 Prozent der Unternehmen des US-amerikanischen Leitindex S&P 500, die bisher ihre Bücher geöffnet haben, die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Aber auch Europa setzt seine konjunkturelle Erholung fort. Durch den anhaltenden Aufschwung ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gefallen. Auch das Geschäftsklima hellt sich weiter auf und erreichte im Juli den besten Wert seit fast zehn Jahren. Der Internationale Währungsfonds hob entsprechend seine Wachstumsprognose für die Eurozone in 2017 auf 1,9 Prozent an.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

Ein Raunen geht durch die Branche

Cashboard hat als erstes Robo-Advisor-FinTech am 10.05.2017 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (Aktenzeichen: 36c IN 2469/17) gestellt. Im Jahr 2014 gegründet, ging das Unternehmen mit der Vision an den Markt „den führenden kuratierten Marktplatz für Privatanleger zu schaffen”. Hierbei ging Cashboard neue Wege und bot u. a. ein Kapitalschutzkonto an, dass 2% Mindestrendite und 100% Kapitalerhalt garantierte. Als Gegenleistung verlangte das Unternehmen lediglich eine Performancegebühr von 10% und verzichtete bewusst auf die sonst üblichen fixen Gebühren. Zuletzt konnten sie leider keinen Investor mehr von diesem Modell überzeugen.

Wir wünschen unseren Kollegen von Cashboard alles Gute für die Zukunft!

Wie schon in ihrer eigenen Bekanntmachung bestätigt, sind die Kundengelder von der Insolvenz des Unternehmens nicht betroffen. Denn wie auch bei anderen Unternehmen in unserer Branche, wurden die Gelder in der Regel in Fonds investiert, die für die Kunden bei den angebundenen Depotbanken verwahrt werden. Fonds gelten nach Definition des Investmentgesetzes (InvG) als Sondervermögen und werden im Namen der Anteilseigener verwaltet. Cashboard selbst hatte die Anbindung, Software und Know-How zur Verfügung gestellt. Eine Berührung mit den Kundengeldern gab es nicht. Und selbst im Falle einer Insolvenz der Depotbank, sieht der § 38 InvG Absatz 3 vor, dass in diesem Falle lediglich der Bank das Recht der Verwaltung des Sondervermögens entzogen wird. „Die Sondervermögen gehören nicht zur Insolvenzmasse der Kapitalanlagegesellschaft.”

Die betroffenen Kunden müssen sich nun mit der depotführenden Stelle in Verbindung setzen. Um ihr Geld selbst müssen Sie sich also nicht sorgen, jedoch Gedanken machen, wie sie weiter damit verfahren wollen und ob die Anlage weiterhin zu ihnen passt.

Sollten Sie noch kein Kunde von vaamo sein, so könnte vaamo dabei eine Option sein. Denn wir stellen Ihnen die passende Anlagestrategie zusammen. Hierfür müssen Sie lediglich ein paar Fragen in unserem Anlageassistenten beantworten. Anschließend erhalten Sie eine Empfehlung über ein Portfolio, dass auf Ihre persönliche Gesamtsituation zugeschnitten ist. Die Verwaltung der Fonds übernimmt unsere Partnerbank, die FIL Fondsbank GmbH (FFB). So kommen wir nicht mit Ihrem Geld in Berührung und es wird sicher als Sondervermögen für Sie verwahrt. Sie profitieren von unserem Know-How und können mit unserer Anwendung ganz intuitiv und einfach am Kapitalmarkt agieren.

 

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