Wahl zum besten Robo-Advisor 2016

Online-Broker-Wahl-2016

Wir haben uns qualifiziert für die Wahl zum „Besten Robo Advisor 2016“ auf dem Vergleichsportal Brokervergleich.de und wir würden uns freuen, mit Deiner Hilfe diesen Award zu gewinnen. Hierfür musst Du uns nur in vier verschiedenen Kategorien mit bis zu fünf Sternen bewerten. Das Beste daran, für Deine Teilnahme hast Du die Chance auf einen der folgenden Preise:

1x Apple iPad Pro 9,7″ Wi-Fi + Cellular (128GB)

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Kunden fragen, vaamo antwortet

Welche Ziele verfolgen die Notenbanken mit ihrer Niedrigzinspolitik? Und welche Auswirkungen hat das für uns als Anleger?

Grundsätzlich haben alle Notenbanken die gleiche Aufgabe: Sie kontrollieren die Geldmenge der Währung, für die sie jeweils zuständig sind. Bildlich gesprochen sind Notenbanken quasi das Herz eines Währungsraumes. Wieviel und mit welchem Druck das Geld in den Adern dieses Währungsraumes zirkuliert, regulieren Notenbanken über die Höhe des Zinses, den Banken zahlen müssen, wenn sie sich bei der Notenbank Geld leihen, um es an Unternehmen und Konsumenten weiter zu verleihen. Die Zinssenkungen der Notenbanken sollen dazu führen, dass mehr Geld für Konsum und Investitionen geliehen wird. Ziele sind dabei ein höheres Wirtschaftswachstum und mehr Inflation.

Soweit zur Theorie.

In der Praxis ging die Rechnung der Notenbanken bisher nur zum Teil auf. Zwar haben beispielsweise die Bank of Japan (BoJ), die Federal Reserve (Fed) in den USA und die Europäische Zentralbank (EZB) in den vergangenen Jahren die Zinsen auf oder sogar unter die Nulllinie gesenkt, um die Wirtschaft zu stimulieren. Doch der Geldeinsatz steht in keinem Verhältnis zur Wirkung: In den Industrienationen wachsen seit Jahren die Schuldenberge deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung. Es wird also immer schwieriger, die Zinsen wieder anzuheben, ohne die Konjunktur komplett abzuwürgen. Gleichzeitig lahmt die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen, die sich trotz niedriger Zinsen mit Investitionen zurückhalten – gerade deshalb, weil sie ein Erlahmen der Konjunktur befürchten und ihre eigene Verschuldung nicht unnötig hochtreiben wollen. Immer mehr Investitionen werden deshalb mit Eigenmitteln finanziert und nicht mit Krediten. Diese wurden in den USA insbesondere von großen Konzernen eher dazu genutzt, um eigene Aktien zurückzukaufen. Auch Hedgefonds und andere institutionelle Investoren nutzten die niedrigen Zinsen eher für Investitionen in den Aktienmarkt. Das billige Zentralbankgeld floss dort also nicht wie erhofft in erster Linie in den Wirtschaftskreislauf mit Investitionen, mehr Beschäftigung, mehr Konsum, steigenden Preisen und höheren Löhnen, sondern sorgt seit Jahren für einen Boom am Aktienmarkt.

Deshalb haben die Notenbanken weitere Maßnahmen ergriffen. Sie treten seit einiger Zeit auch als Käufer von Staatsanleihen am Markt auf. Die EZB kauft sogar Unternehmensanleihen. Diese Kaufprogramme sind so massiv, dass mittlerweile deutliche Marktverzerrungen festzustellen sind. So sind die Preise aufgrund der Kaufprogramme der Notenbanken so stark gestiegen, dass rund 70 Prozent der Staatsanleihen aus den Industrieländern nur noch negative Renditen abwerfen – falls sie überhaupt am Markt gehandelt werden und nicht schon längst in der Bilanz einer Notenbank verschwunden sind.

Für Anleger bedeutet diese Entwicklung eine große Herausforderung. Sie müssen sich weltweit immer intensiver nach rentablen Anleihen umsehen. Dem Aktienmarkt verschafft diese Entwicklung weiteren Auftrieb. Sie bleiben im Niedrigzinsumfeld die aussichtsreichste Anlagealternative. Für Aktien sprechen die vergleichsweise hohen durchschnittlichen Dividendenrenditen und die Aussicht auf weitere Kursgewinne. Die Hoffnung darauf ist auf jeden Fall begründet: Es gibt für Anleger derzeit einfach wenig gute Argumente dafür, Aktien zu verkaufen und das dadurch frei gewordene Geld in eine andere Anlageklasse umzuschichten. Denn auch die Preise von Sachwerten wie Immobilien, Kunst oder Oldtimern sind in den vergangenen Jahren teilweise massiv in die Höhe geschossen.

Als Anleger sollte man diese Entwicklung gut im Auge behalten – und gleichzeitig Ruhe bewahren. Seit Wertpapiere an den Börsen gehandelt werden, gab es immer wieder Übertreibungen in die eine oder andere Richtung. Geblieben ist die Erkenntnis, dass regelmäßiges Wertpapiersparen mit einer  gesunden Kombination aus Anleihen, die stetig Erträge liefern und Aktien, die Dividenden und Kurssteigerungen versprechen, der Königsweg für langfristigen Erfolg an der Börse ist. Eine breite Diversifikation sollte dabei selbstverständlich sein. Genau deshalb bietet vaamo Anlegern die Wahl aus drei verschiedenen Anlagestrategien, die eines vereint: eine breite Streuung und seit der Auswahl für vaamo-Portfolien vor ca. zwei Jahren eine gesunde positive Entwicklung.

 

Finanzgeschehen im Juli

Im vergangenen Monat hat der deutsche Staat neue Bundesanleihen herausgegeben. Die Papiere bieten null Prozent Zinsen und wurden für mehr als 100 Prozent ihres Nennwertes verkauft. Anleger zahlen also Geld fürs Geld leihen. Trotzdem wurden der Bundesbank die Anleihen förmlich aus der Hand gerissen. Selbst Spanien und Italien haben Anleihen mit negativer Rendite am Markt platzieren können. In welchen Zeiten leben wir?

Die Aktien- und Anleihenmärkte jedenfalls brummen. Der Wert des MSCI World Index ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 43 Prozent gestiegen. Im vergangenen Monat legte der Index rund vier Prozent an Wert zu. Europäische und US-Staatsanleihen sind so teuer wie niemals zuvor.

Wie lange geht es noch so weiter?

Je höher die Kurse steigen, desto größer ist die Angst vor einem Crash. Fakt ist jedoch, dass die Quelle der aktuellen Rally die Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist. Und diese Politik wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. In Japan ist eine Zinswende undenkbar geworden. In Europa ist eine Zinsanhebung nicht ansatzweise in der Diskussion.

Und in den USA? Dort droht die Fed zwar mit dem nächsten Zinsschritt. Doch US-Notenbankchefin Janet Yellen kennt auch diese Zahlen: Zwischen 2008 und 2015 sind die US-Staatsschulden von 5,8 auf 13,1 Billionen US-Dollar angeschwollen. Gleichzeitig sind die jährlichen Zinszahlungen der USA von 253 auf 223 Milliarden US-Dollar gesunken. Dank niedriger Zinsen. Mit einer Zinsanhebung würde die Fed ihr eigenes Land, das mehr als doppelt so hoch verschuldet ist wie vor acht Jahren, nun erdrosseln. Es sind ernsthafte Zweifel erlaubt, ob sie das tun wird.

Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, in welchen Zeiten wir leben, lautet deshalb: Wir leben  in Zeiten, in denen Anleger weltweit und nicht nur in europäische und US-Anleihen investieren sollten, um noch positive Renditen zu erwirtschaften. Und wir leben in einer Welt, in der Aktien weiterhin eine wirklich attraktive Anlageform sind. Ein breit diversifizierter internationaler Mix, je nach Risikobereitschaft mehr in Anleihen oder in Aktien, bleibt bei der Vermögensbildung das A und O.

Dieser Ansatz mit Hilfe einer Streuung über viele tausende Aktien und Anleihen hat sich auch im Juli für vaamo-Kunden ausgezahlt. So haben alle vaamo-Portfolien im letzten Monat wieder stark zugelegt, wobei die höhere Risikoklasse die beste Performance in 2016 bisher geliefert hat. Jegliche kurzfristige Auswirkungen des Brexit-Referendums sind damit schon in Vergessenheit geraten. Abzuwarten ist, welche Auswirkungen dies aber langfristig auf die weltweiten Kapitalmärkte haben wird.

performance Juli

werteentwicklung

Experten meinen. Interview mit Ramin Nikbin, FinTech Experte

 

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Kannst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen? 

Mein Name ist Ramin Nikbin und ich bin ehemaliger Managing Director der Exec I/O Reihe (EXECfintech/EXECinsurtech). Ich bin 30 Jahre alt, wohnhaft in Hamburg, komme aber ursprünglich aus NRW. Seit 2011 bin ich in der Startup Szene unterwegs und beschäftige mich seit 2013 mit dem Thema FinTech.

Und was machst Du so in Deiner Freizeit?

Wenn möglich, reise ich – je weiter weg und je länger der Aufenthalt, desto besser! Unter der Woche verbringe ich bevorzugt Zeit mit meiner Freundin oder Freunden, ansonsten höre und mache ich gerne Musik, lese Bücher oder beschäftige mich mit Nerdzeugs.

Du hast bisher die bekannteste FinTech Konferenz Deutschlands, die Exec I/O, organisiert. Was für Trends konntest Du dieses Jahr beobachten?

Mir ist aufgefallen, dass Payment nach wie vor ein großes Thema auf den Konferenzen ist, und sich zum Dauerbrenner entwickelt. Im Lending-Bereich wurde der Vertrauensaspekt heiß diskutiert und war auch bereichsübergreifend ein wichtiges Thema. Zudem hat sich InsurTech zu einem eigenständigen Bereich neben FinTech entwickelt. Und dann wäre da noch Artificial Intelligence (AI) und Machine Learning, sicherlich einer der für mich interessantesten Trends, der auch im FinTech Bereich Anwendung finden wird.

Wie wird sich das Thema FinTech in den kommenden Jahren weiterentwickeln?

Ich persönlich glaube, dass Kooperationen zwischen Finanzunternehmen und Startups das Kernthema der zukünftigen EXEC-Reihe sein wird.

In Bezug auf Technologien erwarte ich große Entwicklungsschritte durch den Einsatz von AI und Machine Learning. Das wird sich wahrscheinlich als erstes in verschiedenen Interaktionsprozessen über Chatbots niederschlagen.

Was hältst Du von „Robo-Advisors“, wie vaamo?

Für mich sind Robo-Advisor nach wie vor ein sehr logischer Schritt im FinTech-Sektor. Investments werden ja bekanntermaßen auf Basis von Daten und mithilfe von Algorithmen getätigt, da liegt es nahe, den Prozess voll zu automatisieren. Mir fehlt aber noch die tatsächlich disruptive Technologie dahinter. Zum Beispiel bin ich gespannt, ob über selbstlernende Algorithmen bald auch die psychologischen Aspekte des Investmentverhaltens (Behavioral Finance) abgebildet werden.

Was machst Du eigentlich hinsichtlich Deiner Geldanlage?

Ich habe ein Konto bei einem dem Start-up, welches Tagesgeld im Ausland vermittelt, ein Broker-Konto für Daytrading (wenn ich mal wieder Langeweile habe oder mich der Spieltrieb packt) und ansonsten hier und da in Start-ups investiert. LEIDER nicht rechtzeitig in vaamo.

Kunden fragen, vaamo antwortet

Soll ich in Gold oder Rohstoffen anlegen?

Ist es Zufall, dass der Goldpreis in den Tagen nach dem Brexit-Votum zwischenzeitlich um mehr als 100 US-Dollar pro Feinunze gestiegen ist? Nein. Unsicherheit vor politischen Entwicklungen hat schon immer den Goldpreis nach oben getrieben. Gold gilt als Krisenwährung. Es ist eine Art Mystik, die das Edelmetall umgibt. Dass es für so wertvoll gehalten wird, hängt vor allem damit zusammen, dass es so wenig davon gibt. Würde man alles Gold dieser Erde zu einem großen Würfel zusammenschmelzen, hätte dieser Würfel gerade einmal eine Kantenlänge von 20 Metern. Das ist wahrlich nicht viel.

Trifft Knappheit auf große Nachfrage, schnellen die Preise nach oben. Das ist nicht nur bei Gold so. Deshalb kann Gold auch schnell zur Spekulationswährung werden. Steigt der Goldpreis – aus welchem Grund auch immer – einmal deutlich an, kann es dazu kommen, dass sich Anleger allein vom Kursanstieg angezogen fühlen und selbst investieren. Es kann eine sich selbst erfüllende Prophezeiung werden, die jedoch allein auf der Hoffnung beruht, dass ein Stück Edelmetall morgen mehr wert ist als heute. Objektive Kriterien für diese Annahme gibt es niemals. Denn ein Goldbarren bleibt immer derselbe Goldbarren. Er wird nicht veredelt, größer oder klüger. Er produziert nichts und wirft keine Zinsen ab. Gold wird – im Gegensatz zu Silber oder anderen Rohstoffen – hauptsächlich gehortet und in der Industrieproduktion wenig verbraucht. Deshalb ist der Goldpreis auch nicht von konjunktureller Entwicklung abhängig, sondern nur von Angebot und Nachfrage, Angst oder Gier.

Deshalb kann Gold in einem Depot zwar Sinn machen. Zum Beispiel als Schutz vor Papiergeldinflation. Aber Gold allein taugt nicht zum langfristigen Vermögensaufbau. Denn manchmal sinkt der Goldpreis einfach nur deshalb, weil die Nachfrage sinkt.

Auch Rohstoffe wie beispielsweise Agrarrohstoffe, Industriemetalle oder Energie sind für einen langfristigen Vermögensaufbau nicht geeignet. Das hat vor allem markttechnische Gründe: Beim Rohstoffhandel werden nicht die Rohstoffe selbst, sondern die Optionen für bestimmte Preise von Rohstoffen zu einem bestimmten Termin gehandelt. Je näher dieser Termin rückt, desto weniger Aufpreis müssen Anleger für den jeweiligen Zeitwert einer Option bis zu diesem Termin zahlen. Rohstoff-Optionen verlieren also mit größerer Wahrscheinlichkeit im Laufe der Zeit an Wert als dass sie an Wert gewinnen.

Deshalb spielen Investoren mit Optionen immer gegen die Zeit. Manchmal haben sie damit Glück. Meistens verlieren sie. Selbst professionelle Trader versuchen vor allem, die häufigeren Verluste zu begrenzen und die weniger häufigen Gewinne zu maximieren. Es ist ein riskantes Business mit eigenen Regeln. Es ist aber definitiv kein Business für Privatanleger, die damit langfristig Vermögen aufbauen wollen.

Wer langfristig denkt und handelt, investiert dagegen regelmäßig in etwas, das Gewinne erzielt, im Wert tendenziell eher steigt und Dividenden oder Zinsen abwirft. Etwas, das im besten Sinne einen Mehrwert schafft, Innovationen vorantreibt, die Wirtschaft stärkt und für mehr Wohlstand und Fortschritt sorgt. Ein breit diversifiziertes Aktien- und Anleihedepot erfüllt diese Bedingungen. Gold und Rohstoffe nicht.

Finanzgeschehen im Juni

Der MSCI World Index pendelt seit rund einem Jahr in einer Zone zwischen 1.200 und 1.300 Punkten.  Zwischenzeitliche Ausreißer nach oben und nach unten komplettieren das Bild, in das sich auch der vergangene Juni nahtlos einfügt. Selbst das Brexit-Votum sorgte nur kurz für Aufregung und Kursverluste. Am 1. Juli zählte der MSCI World gerade einmal 11 Punkte weniger als einen Monat zuvor.

Brexit? War da was?

Die kleine Kurs-Delle im MSCI World Index, die inzwischen schon wieder ausgebügelt ist, macht deutlich: Für die Briten sind es zwar spannende Zeiten. Weltpolitisch betrachtet, sind das aber Petitessen. Und so ist innerhalb einer Woche die Aufregung über das Brexit-Votum weitgehend verflogen.

Die Notenbanken haben sich ohnehin fest vorgenommen, keine zweite Finanzkrise zuzulassen. Die Bank of England hat 3,1 Milliarden Pfund Sonderliquidität in den britischen Bankensektor gepumpt, die EZB weitet ihr Anleihekaufprogramm aus, und in den USA wird sogar wieder über eine Zinssenkung diskutiert.

Für die weltweiten Aktienmärkte stehen die Ampeln also weiter auf grün. Gleichzeitig ist die Volatilität an den Aktienmärkten gestiegen. Das sollte nicht beunruhigen. Im Gegenteil: Für Sparpläne ist das ein gesundes Umfeld.

Für private Anleger ist die beste Strategie deshalb nach wie vor, unbeeindruckt von Tagespolitik langfristig und konsequent mit möglichst breiter Diversifikation in unterschiedliche Märkte und Branchen zu investieren. Dies zeigt sich auch am vaamo-Portfolio. Während der Brexit-Phase (22.06.-01.07) ist der DAX um -2,93% gesunken, der MSCI World war bei 0,37% und das vaamo-Portfolio höheres Risiko bei 1,06%. Im gesamten Monat Juni waren die Portfolios leicht positiv.

 

performance-juni

Experten meinen. Interview mit Prof. Dr. Michael Stein – Professor für Finanz-Ökonometrie

Bild 1Kannst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Michael Stein, ich habe an der Universität Duisburg-Essen eine Juniorprofessur für Finanzmarkt-Ökonometrie. Dort bin ich aktuell aber beurlaubt, da ich im Sommersemester für eine Lehrstuhlvertretung in Empirischer Wirtschaftsforschung und Ökonometrie an meiner Heimatuni, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, bin. Ich bin 36 Jahre alt und war vor meiner akademischen Tätigkeit knapp fünf Jahre bei der Credit Suisse im Asset Management, wo ich Real Estate Research Analyst und später in einem Manager-Duo dann Portfoliomanager eines gemischten Sondervermögens (ein Fund of Funds im Immobilienbereich) war. Ich wohne seit bald 10 Jahren in Frankfurt am Main mit meiner Frau und unseren beiden Kindern.

Was tust Du sonst so in Deiner Freizeit?

Freizeit ist ein knappes Gut, egal ob als Professor oder Portfoliomanager. Freie Zeit wird natürlich hauptsächlich mit den Kindern verbracht, und wenn noch etwas übrig ist, dann treibe ich Sport, schnitze Holzmasken, und schaue eine gute Serie/Film.

Was hältst Du von „Robo-Advisors“?

Ich halte Robo-Advisors für eine sehr interessante Möglichkeit, für Anleger eine effiziente und kostengünstige Vermögensverwaltung zu erhalten. Wichtig ist hier, wie ich finde, vor allem, dass den Anlegern durch die Automatisierung einiges an Unsicherheit bzgl. der erwarteten Umschichtungen genommen werden kann. In diesem Zusammenhang sehe ich es aber auch als elementar und wichtig an, dass die Regelgebundenheit verständlich und transparent ist, was ja eines der Hauptargumente für eine passive Anlageform ist.

Was ist Deine Meinung zu passiven Geldanlagen?

Ich bin im von mir gemanagten Sondervermögen bereits um 2008/2009 sukzessive aus aktiven Produkten gegangen, um in passive Produkte zu investieren. Die meisten aktiv verwalteten Produkte haben trotz oftmals deutlich anders angekündigter Investmentphilosophien lediglich eine sehr hohe Korrelation mit dem jeweiligen Benchmark gehabt, und haben aufgrund der Management Fees von oftmals über 1,5% und weiteren verdeckten Kosten somit sukzessiv unterhalb der Indizes rangiert. Da war die zunehmende Verfügbarkeit von weiteren ETFs auf Immobilienaktienmärkte, welche für das Produkt wichtig waren, ein klarer Effizienzgewinn. Darüber hinaus konnte man so sein Exposure in die einzelnen Märkte viel besser selbst steuern, da man nicht permanent ein Auge auf Umschichtungen in den aktiven Mandaten haben musste, welche man dann auch nur mit deutlicher Verzögerung auf den jeweiligen Factsheets sehen konnte. Somit war auch die Transparenz viel höher als zuvor.

Was machst Du hinsichtlich Deiner eigenen Geldanlage?

Ich halte die oben angeführten Punkte zu passiven Geldanlagen nicht nur für institutionelle Investoren, sondern gerade auch für Privatanleger sehr wichtig. Während auch aktiv verwaltete Fonds sicher ihre Daseinsberechtigung haben, vor allem in Nischenbereichen oder Märkten wo ein Spezialistenwissen noch einen Mehrwert liefern kann, setze ich privat ebenfalls nur auf passive Geldanlagen, um meine Investmentstrategie optimal umzusetzen.