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China verursacht weltweites Börsenbeben

Vor kurzem hatten wir bereits berichtet, wie man sich in Krisen verhalten sollte. Aufgrund der turbulenten weltweiten Börsenbewegungen in den letzten Tagen wollen wir es uns nicht nehmen lassen, die aktuelle Lage zu analysieren.

Eigentlich hätte alles Bergauf gehen sollen. Nach unruhigen Wochen, wegen der anhaltenden Griechenlandkrise, wurde endlich eine Einigung über ein neues Hilfspaket geschlossen. Doch dann kamen immer mehr negative Schlagzeilen zur Wirtschaftslage in China, was nicht nur dazu geführt hat, dass die Aktienkurse der zweitgrößten Volkswirtschaft eingebrochen sind, sondern auch an den Börsen in Frankfurt, New York oder Tokio.

In nur einer Woche hat zum Beispiel der deutsche Leitindex, kurz DAX, mehr als 8 % verloren und ist am Montagmorgen, zum ersten Mal seit Monaten, unter der 10.000 Punkte-Marke gestartet.

Besonders hart hat es die Unternehmen getroffen, die auf China und ihre kauffreudige Mittelschicht gesetzt haben. Allerdings sind auch die Kurse der Unternehmen, die nur eine geringe oder gar keine Abhängigkeit von China aufweisen, stark gesunken.

Die starken Schwankungen sind zum größten Teil ein psychologisches Phänomen, wie Holger Schmieding, Chefsvolkswirt Berenberg Bank „Der Welt“ in einem Interview sagt:

„Seit dem chaotischen Zusammenbruch von Lehman Brothers, der zu der schlimmsten Rezession in der westlichen Welt führte, sind die Finanzmärkte hypernervös. Impulsiv verkaufen die Investoren Aktien und fragen sich erst später, ob wirklich die nächste Krise ansteht.“

Wir sind weit entfernt von einer nächsten Weltwirtschaftskrise. Die Industriestaaten profitieren immer noch von einem starken Binnenkonsum, die Lage in der Euro-Zone und den USA verbessert sich zunehmend und auch in China schrumpft die Wirtschaft nicht, sondern wächst einfach nicht mehr so stark, wie in den letzten Jahren. Quelle: Spiegel online

Aus diesem Grund glauben viele Marktbeobachter, dass es schon schnell wieder zu einer Erholung an den weltweiten Märkten kommen wird.

„Ich rechne damit, dass der Dax zum Jahresende und im kommenden Jahr höher als derzeit notiert. Die aktuelle Unruhe kann man für Aktienkäufe nutzen“, so Commerzbank-Stratege Wiaterek im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Anleger sollten auf jeden Fall nicht den häufigen Fehler begehen, ihre Anlagen jetzt zu verkaufen und damit ihre langfristigen Ziele gefährden. Unser Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Hackethal rät:

„Die heftigen Kursrückgänge an den weltweiten Aktienmärkte spiegeln die eingetrübten Erwartungen für China wider. Auch wenn diese Anpassungen Anleger schmerzhaft treffen, so sind sie doch Ausweis der intakten Funktionsfähigkeit der Märkte. Genauso wenig wie die jüngsten Verluste lassen sich auch zukünftige Kurssprünge prognostizieren. Und genau deshalb sollten Anleger jetzt Ruhe bewahren und auf den nächsten Aufschwung vertrauen.“

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