Finanzgeschehen im November 2015

Am gestrigen Donnerstag konnte man wieder einiges über die Funktionsweise von Aktienmärkten lernen: Der Chef der Europäischen Zentralbank EZB, Mario Draghi, gab bekannt, dass das große Anleihekaufprogramm bis ins Jahr 2017 verlängert wird. 60 Mrd. Euro und mehr sollen weiterhin pro Monat in die Märkte gepumpt werden, um die Inflation anzuheizen.

Und was macht der Deutsche Aktien Index DAX? Statt einen Sprung nach oben, wie so oft bei Draghis Auftritten in den letzten Monaten, bricht er um über 400 Punkte (4%) ein. Wie kommt’s? Der Aktienmarkt reagiert eben darauf, ob die Erwartungen der Anleger erfüllt werden. Da kann sich Draghi noch so sehr ins Zeug legen mit seinen Maßnahmen, die Märkte haben offensichtlich noch mehr von ihm erwartet und reagieren jetzt enttäuscht.

Draghi sagt, die Märkte bräuchten erst noch Zeit, um die Maßnahmen zu verstehen. Das ist eine sehr interessante Aussage, da sie jeder wissenschaftlichen Theorie zur Effizienz der Kapitalmärkte zu wider läuft.

PerformanceNovember

Davon abgesehen haben sich die Märkte im November weltweit, trotz der Attentate in Paris, weiter leicht erholt, wie man auch schön an der Grafik erkennen kann.

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