Kommentar zum aktuellen Geschehen an den Finanzmärkten

Derzeit findet man ungewöhnlich volatile Kapitalmärkte vor. Dies kann auf einige Umstände zurückgeführt werden: eine Wachstumsschwäche in China und anderen Emerging Markets, ein großer Einfluss des Verhaltens US/ europäischer Zentralbanken und ein niedriger Ölpreis, der die Einnahmen einzelner Länder und großer Industrien bedroht. Die konkrete Auswirkung? Der Dax ist seit Anfang Dezember 2015 um 21% gefallen, einzelne Aktien wie die Deutsche Bank sogar um über 40%. Auch große etablierte Fonds wie der Uniglobal von Unioninvest (-18%), der Dekafonds CS (-21%) oder der DWS Aktienstrategie Deutschland (-22%) haben deutlich verloren.

Vor diesem Hintergrund muss die Performance der vaamo-Strategien von -5,5% (geringeres Risiko) bis -11,9% (höheres Risiko) in den letzten 2 Monaten betrachtet werden. Ein breit gestreutes Investment kann also in solchen Phasen nicht vor einem Verlust schützen, kann die Rückgänge aber deutlich abfedern. Das Gesamtergebnis in Deinem Portfolio hängt natürlich auch sehr stark vom jeweiligen Einstiegszeitpunkt ab.

Folie1

Solche Kursrückgänge kommen über einen längeren Zeitraum immer wieder vor, wie Du am Schaubild 1 siehst, sind aber deutlich seltener als Phasen positiver Marktentwicklungen.

Wir können sehr gut verstehen, dass der eine oder andere nicht gerade glücklich ist mit seiner aktuellen Performanceentwicklung – wir selbst hätten uns auch einen besseren Start in das 2. vaamo-Jahr gewünscht. Aber wir können nur empfehlen, das langfristige Bild im Auge zu behalten, selbst wenn es in den kommenden Wochen vielleicht sogar nochmal ein bisschen weiter runtergeht. Es gehört zu den größten Anlagefehlern grundsätzlich, nach starken Kursrückgängen auszusteigen und erst nach langanhaltenden Aufwärtstrends wieder einzusteigen. Da keiner die richtigen Ein- und Abstiegszeitpunkte vorhersagen kann, bleibt man am besten dabei und fokussiert sich auf das langfristige Ziel. Das Schaubild 2 zeigt sehr eindrucksvoll den relativ geringen Einfluss selbst großer Finanzkrisen auf die langfristige Wertentwicklung an den Kapitalmärkten.

Märkte belohnen Disziplin

Folie2
Wertwachstum eines Euro – MSCI World Index, 1970 – 2014

Außerdem sehen viele Experten die Lage an den Kapitalmärkten derzeit bei weitem nicht so negativ wie es den Anschein hat: das Handelsblatt diagnostiziert in einem aktuellen Artikel, dass „die positiven Faktoren überwiegen“, weil die Unternehmensgewinne im Verhältnis zu den Kursen solide sind und die EZB den Märkten weiter Geld zur Verfügung stellen wird.

Was ist Deine Meinung dazu? Wir freuen uns über Deinen Kommentar.

15 thoughts on “Kommentar zum aktuellen Geschehen an den Finanzmärkten

  1. Torsten

    Ehrlich gesagt, ich würde (gerade) jetzt etwas mehr nachkaufen bzw. investieren. Die Fonds werden schon wieder stiegen und gerade (jetzt) sind einige günstig zu haben. Immer schön optimistisch bleiben😉

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  2. Rehbach Gierswalde

    Egal, wie gut „abgefedert“ (-5,5% bei wenig Risiko), minus bleibt minus! Ich bin bei Vaamo bei annähernd -2,0% einfach ausgestiegen/ Geld abgezogen, DAS war die richtige Entscheidung! Und wenn es sich einige Zeit wieder positiv entwickelt, DANN wieder einsteigen!
    Euren „TIPP“ kann ich also NICHT teilen. Selbst, wenn man es auf dem Girokonto liegen lässt, ist das ja z.Zt. noch besser als Vaamo.
    LG Stefan

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    • goldzora

      Genau das ist der falsche Ansatz. Es hört sich so an, als ob Sie kaufen, wenn die Kurse hoch sind, und verkaufen, wenn sie niedrig sind. Da brauchen Sie sich überhaupt nicht wundern, dass Sie Ihr Geld verlieren. Sie können nur verlieren, wenn Sie im Minus verkaufen. Solange Sie kaufen und auch im Minus halten, erzielen Sie langfristig viel mehr Rendite, als wenn sie Ihr Geld hin und her schieben.

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    • vaamo

      Lieber Stefan,

      Das ist der Traum aller Anleger: nur die guten Börsenphasen mitnehmen und bei negativen Entwicklungen das Geld auf dem Tagesgeldkonto parken. Aber in der Praxis gelingt es eben selbst den erfahrensten Fondsmanagern nicht, die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte vorherzusagen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen immer wieder, dass der Versuch, die Trends am Markt richtig einzuschätzen unterm Strich zu weniger Rendite führt. Vom Aufwand einmal ganz abgesehen.

      Dein vaamo-Team

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  3. Torsten

    Stefan, du weißt also bereits vorher wie sich die Märkte entwickeln werden? Respekt!
    Wer in der heutigen Niedrigzinsphase noch Erträge erwirtschaften will, muss nunmal Risiko in Form von Wertschwankungen eingehen. Die Börse ist leider keine Einbahnstraße, die langfristigen Perspektiven sind aber, auch mangels Alternativen, langfristig attraktiv.
    Der beste Assetmanager der Welt kann diese kurzfristigen Wertschwankungen, wie wir sie derzeir erleben, über einen längeren Zeitraum verhindern. Wer das trotzdem behauptet, ist ein Scharlatan oder hat sein Geld zur Nullrendite auf dem Tagesgeld liegen😉

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  4. Sascha

    Tja Stefan, da gibst du dir die Antwort gleich selbst: Selbst wenn man es [Das Geld] auf dem Girokonto liegen lässt, ist das ja ZUR ZEIT noch besser als vaamo. Steig nur wieder ein, wenn alles Sonnenschein ist – musst ja nur 2% wieder rausholen.

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  5. Jörg

    Eigentlich sollte jedem Anleger klar sein, daß eine Anlage mit einem
    gewissen Risiko verbunden ist. Welches Risiko man eingehen will, hängt
    von der eigenen Bereitschaft ab, das Auf und Ab von Aktien-, und
    sonstigen Märkten auszuhalten.
    Jeder Fonds und jede Aktie ist ein Angebot, welches man annehmen oder
    auch nicht annehmen kann. Keiner ist gezwungen zu investieren,
    allerdings kann auch keiner verlangen, ohne Risiken sein Geld zu
    vermehren. Auch Banken und Versicherungen können bankrott gehen mit der
    Gefahr des Verlustes des eingesetzten Geldes.

    Die Investition in Aktien bedeutet eine Investition in Sachwerten, die
    sich auszahlen kann, aber nicht muß. Je nachdem wie lange der eigene
    Atem reicht. Nicht umsonst wird immer wieder darauf hingewiesen, daß der
    Anlagezeitraum zehn Jahre nicht unterschreiten sollte.

    Daher verstehe ich nicht so ganz, warum es Beschwerden über die
    momentane Performance gibt.

    Vaamo hat ein Angebot mit einer wahrscheinlichen Renditeprognose
    abgegeben und keine Garantie über eine stetige Geldvermehrung ohne Risiko.
    Wer sich über die augenblickliche Situation an den Finanzmärkten bei
    Vaamo oder ähnlichen Fondsanbietern beschwert, sollte lieber sein Geld
    aus dem Markt ziehen und es unter dem Kopfkissen deponieren oder in
    sichere Staatsanleihen oder Geldmarktfonds anlegen, mit dem
    entsprechenden Zinsabschlag.

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  6. Jochen

    Wir sind zu vaamo gekommen, um langfristig mit einem Sparplan zu investieren, nicht um zu spekulieren. Zur Langfristigkeit gehören neben Höhen auch Tiefen, weshalb wir die tagesaktuellen Entwicklungen gar nicht erst vor dem Hintergrund einer Anlageentscheidung verfolgen (bzw. frühestens 5 Jahre vor Ablauf unseres zeitlichen Sparhorizontes). Tipps den richtigen Zeitpunkt betreffend (egal ob Ein- oder Ausstieg) gehören aus unserer Sicht zum sinnlosen financial entertainment. Vaamo: Danke, dass es Euch gibt, bitte weiter so!

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  7. Frank

    @REHBACH GIERSWALDE: Diese Anlagestrategie macht keinen Sinn. Ich empfehle dir, dich in das Thema einzulesen (z.B. Finanztest).
    Die von vaamo geäußerten Empfehlungen entsprechen im Grunde genau dem, was erfahrene Experten umsetzen und empfehlen.

    @vaamo: Man hätte den Artikel vielleicht etwas glaubwürdiger und fundierter wirken lassen können, z.B. durch Verweise auf unabhängige Verbraucherratgeber / Quellenangaben.

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  8. Felix

    Deswegen, lieber Stefan, wird deine Performance auch immer schlechter sein als die der anderen.

    Du steigst aus bei Verlusten, anstelle die Chance zu nutzen, günstig nachzukaufen.

    Anschließend steigst du wieder ein, wenn der Kurs wieder stetig steigen wird. Dann ist es aber leider zu spät. Der Kurs wird aber sicher bald wieder fallen.

    Dieses Hin und Her macht die Taschen leer, allein wenn man die Gebühren betrachtet.

    Es gibt zur Zeit keine Anlage, welche bessere Zinsen abwirft, als Aktien oder Aktienfonds.

    Diese sind aber langfristige Investments mit einem Anlagehorizont von 10 oder mehr Jahren.

    Wen interessiert es, ob du für ein paar Monate „Verlust“ da stehen hattest, wenn du über die komplette Anlagezeit durchschnittlich 7% erwirtschaften konntest?

    Wenn du dein Geld auf dem Girokonto lässt, hast du ebenfalls einen Verlust. Dieser nennt sich Inflation. Du vernichtest damit stetig einen Teil deines Vermögens.

    Wie heißt es so schön – sei gierig, wenn andere ängstlich sind und sei ängstlich, wenn andere gierig sind.

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  9. Stefan Erlich (Kritische-Anleger.de)

    Gerade jetzt sind es doch die Zeiten, in denen man sich freuen sollte. Zum Media Markt rennen die Leute ja auch vor allem dann, wenn die Preise dank Sonderangeboten im Keller sind. Je günstiger ich einsteigen kann, um so besser. Darüber hinaus sollte man sich meiner Meinung nach aber auch bewusst sein, dass die Börse keine Renditen garantiert. Da sehe ich die Angaben von Vaamo z. B. etwas kritisch. Auf Basis der Vergangenheit Prognosen für die Zukunft zu machen, ist nicht ganz unproblematisch, vor allem in der Ökonomie. Was sagen mir die letzten 40 oder auch 80 Jahre über die nächsten 20? Die Erfahrung lehrt: nicht viel! In diesem Kontext lohnen die Bücher von Nassim Taleb, der das Phänomen rückwärts gewandter Modelle in der Finanzwelt kritisch hinterfragt.

    Und dennoch halten wir von Kritische-Anleger.de Portfolios wie sie Vaamo anbietet für sinnvoll. Das liegt vor allem an der wesentlich besseren Risikodiversifikation als bei einem Portfolio Marke Eigenbau oder oder konzentrierten Festgeldanlage. Zudem hat man zumindest im Rahmen des Aktienanteils die volle Upside – anders als bei festverzinslichen Anlagen. Entwickeln sich Unternehmen überproportional positiv, profitiert man mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit auch voll davon. Entsprechend sollte man aber nicht einfach bei ein paar Turbulenzen aussteigen. Es gilt, das Kapital langfristig investiert zu halten. Wäre man beim Unternehmen des Nachbarn investiert, würde man ja auch nicht einfach hingehen und sein Geld zurückfordern, nur weil die wirtschaftlichen Aussichten gerade etwas trübe sind. Der Vergleich hinkt zugegebenermaßen etwas, aber Aktien sind letztlich Unternehmensbeteiligungen und Unternehmen sind keine Kurzfristinvestments.

    Darüber hinaus möchte ich auch langfristig an der Börse engagiert sein, da niemand weiß, wie schnell unsere Politiker und Zentralbanker unsere Papierwährungen weginflationieren werden. Aktien schützen nicht zwangsläufig komplett vor Inflation wie man in Venezuela in den letzten Jahren gesehen hat, aber sie sind allemal besser als Kontoguthaben ohne realen Gegenwert. Da ist dann auch die erzielte Rendite zweitrangig. Und wie Daniel Stelter auf seinem Blog „Think Beyond The Obvious“ immer wieder so schön sagt steht heute eigentlich der Vermögenserhalt im Vordergrund, nicht so sehr die Vermögensmehrung.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Investiert bleiben ist die Devise, allerdings aus meiner Sicht weniger aus dem Grund, dass die Märkte langfristig immer positive Renditen liefern (niemand kann es für die Zukunft garantieren), sondern aufgrund der interessanten Eigenschaften eines solchen Portfolios. Wer jetzt aufgrund der Kurseinbrüche aussteigt, hat meiner Meinung nach seine Risikotragfähigkeit falsch eingeschätzt.

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    • vaamo

      Lieber Alex,
      wir haben die Fonds ausgewählt, weil sie sehr beliebte Anlageprodukte der Deutschen sind. Der MSCI World z.B. hat im Zeitraum Dez. und Jan. insgesamt -14% verloren.
      Viele Grüße
      Dein vaamo-Team

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