Experten meinen. Interview mit Markus Jordan, Experte für ETFs & Passive Anlagestrategien

Markus_Jordan500_WebKannst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?
Mein Name ist Markus Jordan, ich bin Gründer & Geschäftsführer der Isarvest GmbH. Wir geben unter anderem seit 2008 das Extra-Magazin heraus – Deutschlands führendes Informationsmedium zum Thema Exchange Traded Funds (ETFs). Auf unserer Website www.extra-funds.de bieten wir Nachrichten, Hintergrundberichte und Tools für Anleger, die sich näher mit dem Thema ETFs beschäftigen möchten. Ich bin seit rund 25 Jahren im Finanzbereich aktiv und seit 2007 selbständig.

Und was machst Du so in Deiner Freizeit?
Im Sommer bin ich gerne mit dem Rad unterwegs, im Winter zieht es mich regelmäßig in die Berge – als Münchner habe ich da die ideale Ausgangslage. Ansonsten bin ich intensiv mit der Weiterentwicklung der Plattform beschäftigt, das nimmt mich zeitlich recht stark in Anspruch. Allerdings habe ich das Glück, sehr viel Spaß an dem zu haben, was ich tue – so ist für mich keine strikte Trennung von Arbeit und Freizeit nötig.

Du giltst als ein Experte für passive Anlagestrategien. Wieso glaubst Du daran?
Für die meisten Anleger ist das der beste Weg, langfristig Stück für Stück und mit Plan ein Vermögen aufzubauen. Es gibt natürlich Anleger und auch Finanzexperten die einen sehr guten Job machen. Mir persönlich wäre die Suche danach einfach zu aufwändig. Zudem habe ich bei mir persönlich immer wieder festgestellt, dass durch Nichtstun am Ende häufig mehr rausgekommen ist, als wenn ich laufend hin und her gehandelt habe. Insofern ist das also ein Mix aus eigener Lebenserfahrung und Bequemlichkeit.

Was hältst Du von „Robo-Advisors“ wie vaamo?
Tatsache ist, dass viele Privatanleger völlig falsch für ihr Alter vorsorgen. Was ich verstehen kann, denn wer beschäftigt sich schon gerne in jungen Jahren mit seinem Lebensabend. Das Problem dabei ist aber, dass Nichts oder das Falsche tun langfristig sehr negative Auswirkungen haben kann. Wenn Anleger sich also nicht selbst um ihre Finanzen kümmern möchten oder können und gleichzeitig Finanzberater nicht in Fragen kommen, sind Robo-Advisor die Lösung. Damit wird Komplexität reduziert und der Anleger muss nur noch wenige Entscheidungen für sich treffen, um sicher an sein Ziel zu kommen. Vielleicht schaffen es ja Robo-Advisor, auch den jungen Anleger zu erreichen. Über den technischen Ansatz und ein modernes Auftreten könnte ihnen gelingen, was Banken oder klassische Finanzberater derzeit nicht schaffen. Insofern bin ich ein großer Fan der stetig wachsenden Robo-Advisor-Angebote, und es ist auch sehr spannend zu beobachten, wie sich die einzelnen Anbieter am Markt positionieren.

Was machst Du eigentlich hinsichtlich Deiner Geldanlage?
Da ich seit Jahren eng mit der Welt der ETFs verknüpft bin, besteht auch meine persönliche Geldanlage aus einem breit gestreuten ETF-Portfolio. Ich zahle mittels Sparplan monatlich in dieses Portfolio ein. Einmal bis zweimal im Jahr mache ich einen Finanzcheck und prüfe, ob die Strategie noch zu meinen Plänen und Zielen passt. Darüber hinaus gibt es noch eine Immobilie, für die brav der Kredit getilgt wird. Insgesamt halte ich bei der Geldanlage eine möglichst breite Streuung für sinnvoll.

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