Experten meinen. Interview mit Dagmar Bottenbruch, Aufsichtsrätin bei vaamo

 

Bildschirmfoto 2016-04-04 um 12.17.33Kannst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?
Ich heiße Dagmar Bottenbruch und bin Investorin bei vaamo. Ich habe in den USA unter anderem an der Harvard Business School studiert und viele Jahre im Banking und Investment Banking gearbeitet (z.B. als Geschäftsführerin der Rabobank Deutschland).

Seit langem bin ich aber auch in der start-up Szene aktiv und war 1999 ein sehr früher Partner bei „Self-Trade“, einem online broker, für den ich das Geschäft in Italien mitgegründet habe. Ich wollte den Kapitalmarkt immer schon „kleineren“ Investoren zugänglich machen. Das ist heutzutage wichtiger denn je zuvor, denn mit Mini- oder Strafzinsen kann kein Mensch mehr vernünftig auf Ziele oder seine Rente sparen.

Was tust Du sonst so in Deiner Freizeit?
Ich laufe – so oft und so viel ich kann, mit dem Hund meiner Tochter oder alleine. Am liebsten im Wald, aber es geht natürlich auch woanders. Ich verbringe Zeit mit meinen Kindern – leider ziehen die gerade alle weg 😉 Und ich arbeite viel mit meinen start-up Beteiligungen (ich habe 12 davon) – auch sehr gerne in der Freizeit – das macht viel Spaß!

Wie denkst Du, verändern FinTechs die Finanzindustrie?
Zum Glück gibt es FinTechs! Die Banken schlafen seit Jahren und machen ihr Geschäft nicht gut, denn sie sind Produkt- und nicht Kundenorientiert. Das holt sie jetzt ein. Insbesondere „kleinere“ Sparer wurden immer nur über den Tisch gezogen. Ich freue mich sehr darüber, dass es jetzt junge Unternehmen gibt, die endlich wieder an die Kunden denken.

Wieso engagierst Du Dich im Aufsichtsrat von vaamo?
vaamo ist für mich ein ausgezeichneter Ansatz, den Menschen ein einfaches und günstiges Sparkonzept anzubieten. Die Gründer – Thomas und Oli – sind superseriöse Personen, die es ernst meinen und ein tolles Produkt erschaffen haben. Sie setzen das um, was ich vor 15 Jahren vorhatte und machen das jetzt natürlich viel besser. Deshalb freue ich mich, das Team dabei zu unterstützen und über den Aufsichtsrat mit zu arbeiten.

Was machst Du hinsichtlich Deiner eigenen Geldanlage?
Ich investiere viel in start-ups und immer in Aktien, meistens in Einzeltitel.  Das kann man aber wirklich niemandem empfehlen.  Ich mache das, weil ich ehemalige Aktienanalystin bin und mich sehr gut auskenne. Allerdings glaube ich, dass es immer schwieriger wird, mit Einzeltiteln Geld zu verdienen. Computer können vieles mittlerweile besser.

Zudem erinnere ich mich an eine kleine Geschichte: ein Investor in New York sagte mir einmal: „I would never invest into my car brand, because it is constantly broken.“  Meine Frage: Möchte man seine investments wirklich jemandem überlassen, der persönliche stories einfließen lässt? Daher bin ich auch ein Fan passiver Anlagestrategien.

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