Finanzgeschehen im April 2016

Seit dem 11. Februar befindet sich der MSCI World Index in einem bemerkenswerten Aufwärtstrend. Wie es sich für den wechselhaften April gehört, trüben selbst einige Regentage nicht die Stimmung. Der positive Trend ist immer noch intakt. Es wird wärmer, die Stimmung hellt sich auf – auch unter den Börsianern.

Es gibt gleich eine ganze Reihe von Gründen für den Optimismus.

Ein Grund dafür liegt in der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, künftig in großem Stil auch Unternehmensanleihen zu kaufen. Immer mehr Anleihen werden in den kommenden Monaten im zusehends prall gefüllten Wertpapier-Portfolio der EZB verschwinden. Investoren, die noch positive Renditen für ihr Portfolio erwirtschaften wollen, werden wohl bald nur noch die Wahl zwischen Junk-Bonds und Qualitäts-Aktien haben. Aktien sind unter diesen Umständen zweifellos die bessere Wahl.

Ein weiterer Grund ist eine spürbare Erholung der Rohstoffpreise. Die Preisanstiege von Industriemetallen deuten auf eine weltweite konjunkturelle Belebung hin und sorgen zudem in einigen Rohstoff exportierenden Ländern für deutliche Entspannung.

Risikoentspannend für die Aktienmärkte ist auch der schwindende Wille der US-Notenbank, die Zinsen weiter anzuheben. Die Fed ist sich der Tatsache bewusst, dass sie mit weiteren Zinsanhebungen nicht nur das zarte Pflänzchen der industriellen Belebung im eigenen Lande gefährden könnte, sondern auch die internationalen Finanzströme umleitet. Denn ein Zinsanstieg würde eine Stärkung der US-Währung und höhere Renditen bei US-Staatsanleihen bedeuten. In welche Schwierigkeiten Schwellenländer geraten können, wenn internationale Investoren dort Gelder abziehen, um sie in Erwartung höherer Zinsen in den USA anzulegen, war in den vergangenen Jahren gut zu besichtigen. Zudem sind viele Schwellenländer in nicht unerheblichem Maße in US-Dollar verschuldet. Weitere Zinserhöhungen könnten einige von ihnen in Schwierigkeiten bringen und ihre Kaufkraft schwächen. Das Alles weiß die US-Notenbankchefin Janet Yellen. Man darf der einflussreichsten Bankerin auf diesem Planeten verantwortungsvolles Handeln unterstellen.

Unterm Strich war der Jahresauftakt zwar mau – allerdings mit Tendenz zur Trendwende. Das spiegelt sich auch in der Wertentwicklung der vaamo Risikoklassen wider. Die Jahresperformance aller drei Strategien ist seid Jahresanfang im negativen Bereich, die Balken bleiben aber seit März über dem Null-Strich.

performance

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