Finanzgeschehen im Juli

Im vergangenen Monat hat der deutsche Staat neue Bundesanleihen herausgegeben. Die Papiere bieten null Prozent Zinsen und wurden für mehr als 100 Prozent ihres Nennwertes verkauft. Anleger zahlen also Geld fürs Geld leihen. Trotzdem wurden der Bundesbank die Anleihen förmlich aus der Hand gerissen. Selbst Spanien und Italien haben Anleihen mit negativer Rendite am Markt platzieren können. In welchen Zeiten leben wir?

Die Aktien- und Anleihenmärkte jedenfalls brummen. Der Wert des MSCI World Index ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 43 Prozent gestiegen. Im vergangenen Monat legte der Index rund vier Prozent an Wert zu. Europäische und US-Staatsanleihen sind so teuer wie niemals zuvor.

Wie lange geht es noch so weiter?

Je höher die Kurse steigen, desto größer ist die Angst vor einem Crash. Fakt ist jedoch, dass die Quelle der aktuellen Rally die Niedrigzinspolitik der Notenbanken ist. Und diese Politik wird sich auf absehbare Zeit nicht ändern. In Japan ist eine Zinswende undenkbar geworden. In Europa ist eine Zinsanhebung nicht ansatzweise in der Diskussion.

Und in den USA? Dort droht die Fed zwar mit dem nächsten Zinsschritt. Doch US-Notenbankchefin Janet Yellen kennt auch diese Zahlen: Zwischen 2008 und 2015 sind die US-Staatsschulden von 5,8 auf 13,1 Billionen US-Dollar angeschwollen. Gleichzeitig sind die jährlichen Zinszahlungen der USA von 253 auf 223 Milliarden US-Dollar gesunken. Dank niedriger Zinsen. Mit einer Zinsanhebung würde die Fed ihr eigenes Land, das mehr als doppelt so hoch verschuldet ist wie vor acht Jahren, nun erdrosseln. Es sind ernsthafte Zweifel erlaubt, ob sie das tun wird.

Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, in welchen Zeiten wir leben, lautet deshalb: Wir leben  in Zeiten, in denen Anleger weltweit und nicht nur in europäische und US-Anleihen investieren sollten, um noch positive Renditen zu erwirtschaften. Und wir leben in einer Welt, in der Aktien weiterhin eine wirklich attraktive Anlageform sind. Ein breit diversifizierter internationaler Mix, je nach Risikobereitschaft mehr in Anleihen oder in Aktien, bleibt bei der Vermögensbildung das A und O.

Dieser Ansatz mit Hilfe einer Streuung über viele tausende Aktien und Anleihen hat sich auch im Juli für vaamo-Kunden ausgezahlt. So haben alle vaamo-Portfolien im letzten Monat wieder stark zugelegt, wobei die höhere Risikoklasse die beste Performance in 2016 bisher geliefert hat. Jegliche kurzfristige Auswirkungen des Brexit-Referendums sind damit schon in Vergessenheit geraten. Abzuwarten ist, welche Auswirkungen dies aber langfristig auf die weltweiten Kapitalmärkte haben wird.

performance Juli

werteentwicklung

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s