Kunden fragen, vaamo antwortet

Zuletzt häufen sich wieder die Schlagzeilen, die einen großen Crash an den Börsen aufziehen sehen. Wie gehe ich mit solchen Medienberichten um? Soll ich mich auf Börsengurus verlassen? Dieser Artikel soll Dir helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, denn seine Anlage-Entscheidungen nach den Medien und Börsengurus zu orientieren, war und bleibt keine gute Wahl. Eine nachhaltige und diversifizierte Investmentstrategie schont die Nerven und die Performance.

Crash-Propheten haben eigentlich immer Konjunktur, insbesondere aber, wenn die Aktien-Kurse in Richtung neuer Hochs schnellen. Insbesondere in Deutschland stoßen Untergangsszenarien immer wieder auf fruchtbaren Boden. Als Crash-Propheten tun sich dabei nicht nur schillernde Persönlichkeiten hervor, sondern auch gestandene Ökonomen. Ob „Dr. Doom“ Noruiel Rubini, Marc Faber, Max Otte und selbst der ehemalige US-Notenbankpräsident Alan Greenspan, sie alle warten seit Jahren auf das Ende des Euro, den großen Crash am Markt, die große Krise, die Hyperinflation.

Hätte man sich als Anleger verunsichern lassen, hätte man neue Allzeithochs an den Börsen nicht erlebt, sondern stattdessen mit jeder Nachricht aus Griechenland, zum Brexit-Referendum oder auch geopolitischen Konflikten, seine Positionen verkauft, nur um nach einer allgemeinen Verunsicherung wenige Wochen später die Kurse noch höher steigen zu sehen. Dann wieder einzusteigen kostet viel Performance, Gebühren und Nerven.

Viele Anleger sehnen sich nach einer einfachen Erklärung der immer komplexer werdenden Finanzwelt. Rekordhochs am Aktienmarkt trotz einer scheinbar schwachen Konjunktur? Das kann doch nicht gut gehen, denkt sich der Anleger, und sucht nach einer simplen Lösung. Die Ankündigung eines bevorstehenden Crashs wirkt auf viele dann fast schon wieder beruhigend. Doch so funktioniert die Börse nicht. Die Liquidität der zahllosen Kleinanleger, Großinvestoren, Pensionsfonds ist stets auf der Suche nach der bestmöglichen Rendite. Im aktuellen Niedrigzins-Umfeld sind Aktien, aber auch Staats- und Unternehmensanleihen, einfach noch attraktiver als sonst. Gleichzeitig sind Unternehmen nicht statisch, sondern steigern ihren Wert durch Wachstum und Gewinne. So befinden sich die Kurse trotz der Allzeithochs, beispielsweise der US-Leitbörsen, nicht einmal in exzessivem Terrain. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) beim Dow Jones lag zuletzt bei 20,8. Bei einem Durchschnittswert der letzten 30-Jahre von 25 erscheinen die Aktien also von dieser Warte weiterhin günstig. Dasselbe gilt für den DAX, der mit einem KGV von knapp 13,6 noch viel Spielraum zu seinem 30-Jahres-Durchschnitt von 19 aufweist.

Aber auch die Medien, die eigentlich für etwas mehr Gelassenheit und Rationalität sorgen sollten, wirken allzu oft trendverstärkend, wenn bei Kurs-Abgaben plötzlich alles besonders schlecht ist oder genau zur größten Börsen-Euphorie gerade die teuersten Aktien empfohlen werden. Das liegt natürlich auch am Konsumenten, der stärker auf reißerische Themen anspringt oder seine Ängste bestätigt wissen will und damit für die große Auflage sorgt.

Tatsache ist, dass niemand die Börsen-Entwicklung prognostizieren kann. Deshalb investiert vaamo auch nur in passive Fonds. Laut einer MorningsStar-Untersuchung schafften es nur 10% der aktiven Fondsmanager nach Kosten über 3, 5 oder 10 Jahre den Weltaktienindex MSCI World zu schlagen. Tatsache ist auch, dass Kurse über die Zeit, durchaus auch einmal stärker schwanken. Für den Anleger kann das aber sogar positiv sein, denn dann können Unternehmensanteile wieder günstiger erworben werden. Das ist auch der Grund warum sich ein monatlicher Sparplan besonders anbietet: In schwachen Phasen können für den gleichen Betrag mehr Wertpapiere gekauft werden. Erwiesen ist nämlich auch, dass Aktien langfristig die beste Rendite aufweisen.

Wenn also wieder einmal die Untergangsszenarien Hoch-Konjunktur haben oder neue Aktien-Höchststände Titelthema aller Medien sind, vielleicht wählst Du als Lektüre dann lieber ein gutes Buch und gönnst Dir einen schönen Wein. Mit einem vaamo-Sparplan nutzt Du die verschiedenen Phasen an der Börse optimal aus und sparst Dir dabei Gebühren und Nerven.

One thought on “Kunden fragen, vaamo antwortet

  1. Jörg Bauer

    Ergänzend zu dem Blog vom 15.09.2016 ist noch anzumerken, daß die Fonds der „Börsen-Gurus“ teilweise wesentlich schlechter laufen als gestandene ETFs oder gemanagte Fonds, die 15, 20 oder längere Jahre auf dem Markt sind. Da fragt man sich doch, warum solche Fonds, die Konjunkturtiefs, Wirtschaftskrisen und Währungsturbulenzen überstanden haben.
    Der 1928 aufgelegte Pioneer Fund hat alle Krisen überstanden. Ob die Fonds der Börsen-Gurus noch in 5 oder 10 Jahren existieren und ob sie in ihrer Rendite mit anderen Fonds konkurrieren können, stelle ich mal einfach in Frage? Und wieso schiesen diese Fonds nicht „durch die Decke“? Weil auch Börsen-Gurus nur mit Wasser kochen und mit Sicherheit als Einzelperson den Markt nicht besser beurteilen können, als ein Team von Fondsmanagern.
    Ich bin nun zwar 50 jahre alt, lege aber als private Vorsorge für das Alter neben ETFs auch in gemanagte Fonds an, einfach weil mein Anlagehorizont nicht mit meinem (wahrscheinlichen) Renteneintritt mit 70 Jahren endet, sondern weiterläuft und somit zumindest als Entnahme als Zusatzrente bei Kapitalerhalt 40 bis 50 Jahre umfasst (falls ich solange lebe).
    Ob die aktuellen Börsen-Gurus dann noch existieren oder kommt nicht mit jeder Konjunktureintrübung ein neuer Guru, der wieder die „schwarze Magie und Kristallkugel“ bemüht?
    Ich jedenfalls betätige mich jetzt auch einmal als Guru und sage voraus, daß in spätestens 20 Jahren eine Wirtschaftskrise kommt. Also gebt mir euer Geld auf das sich mein Reichtum vermehre, weil ohne mich alles zusammenbricht und ich euch den goldenen Weg zeige um euer Geld zu retten und mir einen angenehmen Lebensabend zu sichern.
    Also kommt meine Schäfchen zum scheren.

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