vaamo wird Vermögensverwalter – was heißt das eigentlich?

Die Überraschung ist gelungen: Seit 30. November ist vaamo BaFin-lizensierter Vermögensverwalter. Doch was bedeutet das für Anleger? Diese und weitere Fragen rund um den Launch von vaamo beantworten die beiden Gründer Dr. Thomas Bloch und Dr. Oliver Vins im Interview:

Vermögensverwalter klingt ja erstmal gut. Warum wollte vaamo eigentlich nicht mehr länger nur Vermittler sein?

Oliver Vins: Für uns war das einfach der nächste Schritt für vaamo, der wichtig war für die Weiterentwicklung unserer Produkte. Wir sehen am Markt den Bedarf nach einer stärkeren Individualisierung und Flexibilität der Produkte und das konnten wir im rechtlichen Rahmen der alten Lizenz nicht so bieten, wie wir es gerne wollten.

Welche Schritte musste vaamo dafür gehen?

Thomas Bloch: Die Lizenz zur Vermögensverwaltung – genauer: der Finanzportfolioverwaltung – wird von der BaFin erteilt. Entsprechend gab es mehrere Gespräche und Prüfungen mit und von der Aufsichtsbehörde. Und dann mussten wir natürlich die Organisationsstruktur, Prozesse und unsere IT-Infrastruktur an das neue Angebot anpassen.

Seit letzter Woche steht die neue Plattform. Da hat sich nun doch mehr geändert, als nur der Look der Seite. Was ist denn jetzt genau anders?

Oliver Vins: Im ersten Schritt ist der Onlinedialog zu Beginn mit dem Kunden umfassender geworden. Das liegt daran, dass der Kunde jetzt nicht mehr nur aus vordefinierten Portfolien wählen kann, sondern auf Basis seines Risikoprofils eine individuelle Strategieempfehlung bekommt. Das Risikoprofil leiten wir aus einem völlig neuartig gestalteten Dialog mit dem Kunden im Chat-Stil ab. Es steht dem Kunden also eine viel breitere Palette an Produkten zur Verfügung. Darüber hinaus findet nicht mehr nur ein jährliches Rebalancing der Portfolien statt, sondern wir überwachen jedes einzelne Portfolio laufend und passen es individuell an. Treu geblieben sind wir unserer Anlagephilosophie: dem passiven Management, hoher Diversifikation, sowie den geringen Kosten.

Welche Vorteile ergeben sich daraus?

Thomas Bloch: In erster Linie ist unser Produkt individueller und flexibler geworden. Wir können so noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen und während dem gesamten Anlagezeitraum näher an ihrer Seite sein. Dadurch, dass sich aber die Kernelemente unserer bisherigen bewährten Anlagestrategie nicht geändert haben, können wir sagen: Wir haben vaamo einfach noch besser gemacht.

Es sind jetzt ja weitere Fonds in die Portfolien aufgenommen worden. Warum?

Oliver Vins: Das lag in dem Wunsch nach einer höheren Flexibilität begründet. Von den fünf Fonds, die wir vorher hatten, sind zwei nach wie vor Bestandteil unserer Portfolien. Dadurch, dass wir alle Fonds von einem Anbieter hatten, waren unsere Streuungsmöglichkeiten in einer Weise beschränkt, die wir jetzt mit unseren neuen Produkten gerne aufbrechen wollten. Die Fonds, die neu dazugekommen sind, wurden aus über 1.000 ETFs und Fonds ausgewählt und ermöglichen uns jetzt eine größere Flexibilität.

Und was passiert mit Kunden, die schon vor dem Launch bei vaamo registriert waren?

Oliver Vins: In erster Linie bleiben die bestehenden vaamo-Konten unberührt. Bestandskunden können aber jederzeit in den neuen Service wechseln. Unser Kundenservice unterstützt dabei gerne. Sie werden dann Schritt für Schritt durch den Migrationsprozess geführt und eventuelle Fragen können so direkt geklärt werden.

Aber Neukunden steht jetzt ausschließlich das neue Produkt zur Verfügung?

Thomas Bloch: Beide Produkte parallel unter der gleichen Marke anzubieten, wäre für Neukunden sehr verwirrend. Das neue Produkt bietet alles, was das alte auch hatte – plus ein paar zusätzliche Vorteile, wie beispielsweise ein individuelles Rebalancing und eine individuelle Anlagestrategie.

Werfen wir zum Schluss nochmal einen Blick hinter die Kulissen bei vaamo, denn so ein Schritt verändert ja auch bei dem Unternehmen selbst einiges. Oder?

Thomas Bloch: Ja definitiv. Der veränderte rechtliche Rahmen hat natürlich Folgen. Wir müssen jetzt anderen rechtlichen Anforderungen gerecht werden, die Anforderungen an unsere IT-Infrastruktur sind gestiegen und wir erhöhen unsere Aktivität im Anlagebereich. Das sind aber alles keine kritischen Punkte, denn wir haben ja bis zum Launch bereits einen Weg unter diesen Aspekten zurückgelegt und – wie man letzte Woche sehen konnte – das auch erfolgreich.

Oliver Vins: Auch nach außen hin verändert sich einiges. Die Vermögensverwaltung bedeutet noch mehr Anknüpfungspunkte im Markt mit Hinblick auf mögliche Partnerschaften. Wir sind stolz darauf, dass vaamo diesen Meilenstein genommen hat.

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