Finanzgeschehen im Januar

Die internationalen Kapitalmärkte sind freundlich in das neue Jahr 2017 gestartet – kein Vergleich zu dem historischen Fehlstart letztes Jahr. Während sich die Börsen in den USA und Europa auf hohem oder sogar Rekordniveau halten, konnten im Januar insbesondere die Schwellenländer-Börsen kräftig zulegen.

Comeback der Schwellenländer?

Das ist durchaus bemerkenswert, denn in den letzten Jahren haben die Börsen der aufstrebenden Volkswirtschaften geschwächelt. Unter anderem niedrige Rohstoffpreise und Sorgen eines Kapitalabflusses zurück in die USA aufgrund der dort steigenden Zinsen spielten hier eine Rolle. Allerdings zeigt sich, dass trotz der starken Aufwertung des US-Dollar im Januar die Top-Performer der internationalen Börsen die Leitindizes in Argentinien mit einem Plus von mehr als 14%, der Philippinen mit über 7% und selbst des krisengeschüttelten Landes Türkei mit fast 8% sind. Die Performance wird für ausländische Investoren durch Währungsverluste zwar abgeschwächt, nichtsdestotrotz spekulieren einige internationale Investoren scheinbar auf ein Comeback der aufstrebenden Märkte. Den Sorgen eines USD-Kapitalabflusses steht das Potenzial einer besseren Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der vergünstigten Währungen gegenüber. Und auch die sich weiter stabilisierenden Rohstoffmärkte könnten den aufstrebenden Ländern positive Impulse liefern.

Trump und Brexit treiben die Kurse

Die Wahl des Donald Trump zum Präsidenten der USA hält die US-Börsen weiterhin auf Rekordniveau. Die Investoren spekulieren zwar auf massive staatliche Konjunkturprogramme, blicken allerdings auch sorgenvoll auf die protektionistische Rhetorik von Donald Trump. Denn die Hoffnungen, dass dem Wahlkämpfer Trump ein moderaterer Präsident Trump folgt, schwinden zunehmend. Allerdings hat das Experiment Trump erst begonnen und wird weiterhin mit Spannung verfolgt werden. In Großbritannien profitieren die Börsen weiterhin von der Abschwächung des britischen Pfunds, der UK-Waren vergünstigt und so den Leitindex FTSE auf ein neues Allzeithoch hob. Die jüngste Entscheidung des höchsten britischen Gerichtes, dass Premierministerin Theresa May das Parlament über die Austrittserklärung aus der EU abstimmen lassen muss, dürfte nicht am Brexit rütteln. Gleichzeitig bestimmte das britische Gericht nämlich, dass Regional-Parlamente nicht befragt werden müssen, worauf die Brexit-Gegner allerdings gehofft hatten. Und so schreitet auch das Brexit-Experiment voran.

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