Finanzgeschehen im Februar

Nach einem positiven Jahresauftakt präsentierten sich die Börsen auch im Februar von ihrer starken Seite. So schaffte es der deutsche Leitindex DAX zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder die psychologische Marke von 12.000 Punkten zu überwinden und sich damit auch seinem Allzeithoch bei 12.374 Zählern von Mai 2015 zu nähern. Im MDAX wurden im Februar sogar fast täglich neue Rekordhochs verzeichnet. Aber nicht nur in Deutschland zeigten sich die Kapitalanleger optimistisch. Aufgrund positiver globaler Konjunkturaussichten stiegen im Februar der MSCI All-Country World Index und die US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 auf neue Rekordmarken.

Positive Konjunkturaussichten stützen Märkte

Die fortgesetzte Erholung an den Kapitalmärkten basiert unter anderem auf positiven Fundamentaldaten, die die Rally auf gesündere Beine stellt: So erwartet die EU-Kommission nach einem robusten EU-BIP-Wachstum von 1,8 Prozent im letzten Jahr auch für 2017 und 2018 eine Ausweitung um jeweils 1,8 Prozent. Insbesondere positiv anzumerken bleibt die Tatsache, dass 2016 alle EU-Länder eine Erholung ausweisen konnten. Der Optimismus spiegelt sich auch in der Privatwirtschaft wider. So stieg der Markit-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Februar auf den höchsten Stand seit sechs Jahren. Für die globalen Konjunkturaussichten hoben Volkswirte ihre Erwartungen zuletzt an. In den USA wird nach einem BIP-Wachstum von 1,6 Prozent im letzten Jahr für 2017 mit einer stärkeren Konjunkturdynamik und einem Wachstum von über 2 Prozent gerechnet.

Politische Risiken bestimmen die nächsten Monate

Während die Fundamentaldaten die Marktteilnehmer optimistisch stimmen, bereiten insbesondere wichtige Wahlen in Europa und der künftige handelspolitische Kurs der US-Regierung Sorgen. Sollte US-Präsident Donald Trump seine Ankündigungen wahrmachen und Zölle einführen, könnte dies zu Gegenmaßnahmen anderer Länder führen – und damit ein Handelskrieg drohen. Allerdings dürfte auch die Trump-Regierung Entscheidungen vermeiden wollen, die den globalen Handel der USA allzu stark beeinträchtigen. Für die Eurozone kritisch könnten die Wahlen in den Niederlanden am 15. März und Frankreich am 23. April und 7. Mai werden. Sollten sich hier die euroskeptischen Kräfte durchsetzen, könnte dies das gemeinsame Projekt Europa torpedieren und die damit einhergehende Unsicherheit die Märkte schwächen. Bereits im Vorfeld könnten entsprechende Wahlumfragen diese Unsicherheit schüren.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

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