Wie stellt vaamo die Portfolios zusammen?

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Wie stellen wir unsere Portfolios zusammen?
Bei der Portfolioerstellung geht es zunächst um die Bestimmung, in welche Anlageklassen investiert wird und wie die relative Aufteilung dieser ist. Man spricht von der sogenannten Asset Allokation. Wir folgen dabei einem gänzlich passiven Ansatz. Für die Asset Allokation bedeutet dies, dass wir keine taktische, sondern nur eine individuelle und langfristig strategische Asset Allokation anwenden. Die strategische Asset Allokation entscheidet über 90 bis 100 Prozent des Anlageerfolgs. Außerdem bestimmt die strategische Asset Allokation das Risikolevel des Portfolios durch den Anteil an risikobehafteter Assets, z.B. Aktien.

Wir investieren grundsätzlich in Aktien, Unternehmensanleihen verschiedener Bonitätsstufen, Immobilien, Rohstoffe (z.B. Gold) und Staatsanleihen bzw. Pfandbriefe. Dabei gibt es geographische Unterschiede. So investieren wir beispielsweise sowohl in Nordamerika, als auch Europa, Asien, Japan und Entwicklungsländern in Aktien von großen Unternehmen. In Aktien von kleinen und mittleren Unternehmen investieren wir nur aus Nordamerika und Europa. Unternehmensanleihen mit Investment-Grade nehmen wir aus der ganzen Welt, mit Non-Investment-Grade, also schlechterer Bonität, nur aus Europa. In Immobilien investieren wir nur in Nordamerika und Europa. In Anleihen hoher Qualität investieren wir in Nordamerika, Europa, Asien und Japan. Gleich verhält es sich mit Pfandbriefen. In Rohstoffe sind wir aktuell nicht investiert.

Die folgende Tabelle gibt nochmal einen Überblick:
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Wie wird die globale Asset Allokation vorgenommen?

Bei der geographischen Gewichtung orientieren wir uns am Bruttoinlandsprodukt der Regionen und nicht an der Marktkapitalisierung der in einer Region gelisteten Unternehmen. Dies ermöglicht eine bessere Diversifikation, macht die Zusammensetzung des Portfolios stabiler und bringt historisch höhere Renditen.

Traditionell wird die Marktkapitalisierung als Indikator genutzt, um die Größe der Kapitalmärkte der Länder zu erfassen und herauszufinden, wie groß ihr Anteil am weltweiten Kapitalmarkt ist. Als Näherung für die Größe des Kapitalmarktes eines Landes kann der Wert der in diesem Land gehandelten Unternehmen herangezogen werden. Betrachtet man anstatt der Marktkapitalisierung das BIP, rückt die Wirtschaftskraft der Länder in den Vordergrund. Das BIP spiegelt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen wider, die innerhalb von einem Jahr in dem Land hergestellt wurden. Zwar spiegelt eine Gewichtung der Länder nach ihrer Marktkapitalisierung den weltweiten Kapitalmarkt genauer wider, doch Unternehmen, welche nicht an der Börse gehandelt werden, fallen bei dieser Methode aus der Berechnung raus. Für eine Einschätzung der Länder müssen jedoch alle Unternehmen berücksichtigt werden, da nicht selten vor allem mittelständische Unternehmen als wichtige Treiber des Wirtschaftswachstums gelten. Außerdem können Schwellenländer, deren Kapitalmärkte oft noch weniger gut entwickelt sind, bei der Ländergewichtung auf Basis des BIPs besser berücksichtigt werden. Die BIP-Methode ermöglicht also eine deutlich höhere Diversifikation im Portfolio. Und senkt insbesondere den Anteil der US-amerikanischen Unternehmen, die aufgrund ihrer sehr hohen Marktkapitalisierung das Portfolio sonst stark dominieren.

Welches Anlageprinzip liegt all dem zugrunde?

Unsere Portfoliozusammenstellung folgt in den Grundzügen den gleichen Prinzipien wie zum Beispiel die Strategien von Gerd Kommer, welcher zu diesem Thema in den letzten Jahren einige sehr erfolgreiche Bücher veröffentlicht hat. Das Fundament sind langjährige Erkenntnisse aus den Finanzwissenschaften zu den Grundregeln der Geldanlage. Kommer setzt ebenfalls auf ein Weltportfolio mit ETFs. Für die Entwicklung dieser Strategie zog Gerd Kommer als Basis die historischen Daten der unterschiedlichen Wertpapiere heran. Er analysierte die durchschnittlichen Renditen unterschiedlicher Produkte und Strategien, um diese mit einem passiven Investmentansatz zu vergleichen. Ausgelegt ist die Strategie – wie auch bei uns – auf einen langen Anlagezeitraum.

Die verschiedenen Risikolevel unserer Portfolien erzeugen wir, indem wir den Anteil der oben genannten Asset-Klassen variieren: Höheres Risikolevel heißt höherer Anteil an risikobehafteten Anlagen, insbesondere Aktien, im Portfolio. Bei allen Portfolios werden aber risikoreichere mit risikoärmeren Anlageklassen gemischt.

Ist die strategische Asset Allokation erfolgt, müssen die konkreten Instrumente, also die ETFs und Indexfonds ausgewählt werden. Dafür analysieren wir unabhängig alle in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Produkte. Details zur genaueren Produktauswahl gab es schon im Artikel letzten Monat.

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