Das richtige Maß finden

Als kleinstes Flächenland Deutschlands hat das Saarland bei vaamo beim Thema Sparplanhöhe die Nase vorn. Denn eine interne Analyse unserer Sparraten nach Bundesland ergab, dass die Saarländer nicht nur die im Durchschnitt höchste Sparplanrate haben, sie sparen auch mehr als doppelt soviel wie unsere Hauptstädter in Berlin. Selbst unser Heimatland Hessen liegt im Deutschlandranking nur auf Platz 5. Die Höhe der monatlichen Anlage allein ist jedoch nicht aussagekräftig, denn aus ihr erfährt man nichts über das Verhältnis zum monatlichen Einkommen der Sparer. Die sogenannte Sparquote, die genau dieses Verhältnis abbildet, liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 9,7 % und verteilt sich ganz unterschiedlich über die Bundesländer.

Als Vermögensverwalter liegt es in unserer Verantwortung, unseren Kunden ein geeignetes Produkt anzubieten. Hierfür haben wir unsere Anlagestrategien entwickelt, mit denen man je nach persönlicher Risikoneigung einfach am Kapitalmarkt investieren kann. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist somit getan. Aber wieviel sollte man eigentlich monatlich zurücklegen?

Eine Faustformel besagt, dass jeder eine Reserve von 3 6 Monatsgehältern besitzen sollte. Dieser Betrag ist ausschließlich dazu gedacht um unvorhersehbare Ausgaben (wie den Kauf einer neuen Waschmaschine, wenn die alte soeben den Geist aufgegeben hat) aufzufangen. Daher ist es wichtig, dass diese Reserve auf einem Konto mit täglicher Verfügbarkeit zugänglich ist. Zu dieser finanziellen Reserve kommt nun das Sparen für den langfristigen Vermögensaufbau bzw. für das Alter hinzu. Hier wird oft zu einer Sparquote von 10 % des Nettoeinkommens geraten. Staatlich gefördert werden aber nur 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens und auch nur, wenn in spezielle Altersvorsorgeprodukte investiert wird. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von gerundet 3.000 EUR, von dem abzüglich Steuern und Sozialabgaben noch ca. 2.200 EUR netto ausgezahlt werden, müßten dementsprechend 220 EUR im Monat gespart werden.

Eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes, die im Dezember letzten Jahres veröffentlich wurde, hat sich dem Thema angenommen. Unter dem Arbeitstitel Lebensstandard im Alter sichern Rentenlücke mit Aktien schließen” wurde erneut festgestellt, dass wir Deutschen zu sehr sicherheitsorientierten Produkten neigen. Nicht mal jeder Fünfte ist im Besitz von Aktien. Und das, obwohl wir uns in einer anhaltenden Niedrigzinsphase befinden und somit eine Investition am Kapitalmarkt eine logische Alternative bildet. Sicherlich sind viele Anleger von der Volatilität der schwankenden Märkte abgeschreckt und befürchten einen Kapitalverlust. Aus diesem Grund wurden die historischen Renditen am deutschen Aktienmarkt Dax 30 bei einer langfristigen monatlichen Anlage betrachtet. Das Ergebnis zeigte, dass bei einem Anlagezeitraum von mindestens 20 Jahren selbst im schlechtesten Falle eine jährliche positive Rendite erwirtschaftet wurde. Das bedeutet, dass der Anleger nicht nur einen vollständigen Kapitalerhalt erzielt hätte, sondern auch noch eine positive jährliche Rendite, die mit durchschnittlich 2,7 % weit über dem momentanen Tageszinssatz und auch über der von der EZB angehaltenen Inflationsrate von ca. 2 % liegt.

  

Eine breite Streuung über verschiedene Branchen und Regionen, sowie über unterschiedliche Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen, können die Schwankungsbreite minimieren. Und durch einen regelmäßig eingezahlten Sparbetrag, stellt sich die Frage nach dem richtigen“ Einstiegszeitpunkt an der Börse nicht. Dem Cost-Average-Effekt (auch Durchschnittskosteneffekt) sei Dank.

Eine Überprüfung, mit welchen Produkte Sie momentan für den langfristigen Vermögensaufbau sparen, lohnt also in jedem Fall. Selbst die Verbraucherzentrale rät, sich wenigstens einmal im Jahr die Zeit zu nehmen und zu überprüfen, ob die persönlichen Finanzen noch den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Denn mit steigendem Lebensstandard sollte auch die monatliche Sparrate erhöht werden, um den gleiche Standard auch für das Alter ermöglichen zu können

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie hierzu den Risikohinweis.

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