Finanzgeschehen im Dezember

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Ein vertrautes Bild an den globalen Börsen: Auch im Dezember wurden im MSCI World Index und in den US-Aktienindizes neue Allzeithochs markiert. Die europäischen Leitindizes  hinken aufgrund des starken Euro hinterher, verblieben aber in Sprungweite zu ihren Allzeithochs. Das ideale Börsenumfeld  aus einer gedämpften Inflation, niedrigen Zinsen und sehr guten Wirtschaftsdaten hält die Börsenrally am Laufen. Einen zusätzlichen Impuls liefert zudem die Steuerreform in den USA.

Weltweit brummt die Konjunktur. Ob in den USA, den Schwellenländern oder den ehemaligen Sorgenkindern Europa und Japan: die Zeichen stehen auf Wachstum. Insbesondere Europa mausert sich zur Zugmaschine der Weltwirtschaft. So stieg im Dezember die Stimmung bei den Unternehmen des gemeinsamen Währungsraumes fast auf ein Siebenjahreshoch. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Eurozone in 2017 um 2,4 Prozent wuchs und damit so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Für 2018 traut der IWF dem alten Kontinent sogar 2,5 Prozent zu. Vergessen der mitleidige Blick auf Europa: Inzwischen spielt die Eurozone von der Dynamik her wieder in einer Liga mit den USA. Auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, China, verbleichen die Sorgen um eine harte Landung. Mit 6,9 Prozent Wachstum in den ersten drei Quartalen 2017 expandierte die dortige Volkswirtschaft stärker als letztes Jahr und von Beobachtern erwartet. Die Unternehmen profitieren von der guten Wirtschaftslage und weisen weltweit positive Gewinnrevisionen aus. Dies stellt zuletzt auch den wichtigsten Treiber für die Börsen dar, denn erhöhte Gewinnaussichten lassen deren Bewertungen trotz rekordhoher Aktiennotierungen weiterhin moderat erscheinen. So wird auch die Aussicht auf einen langsamen Übergang zu einer Normalisierung der globalen Geldpolitik an den Börsen gut verdaut.

Hinzu kommen positive Impulse in Form der Steuerreform in den Vereinigten Staaten. Mit einer Absenkung der Körperschaftssteuer von 35 Prozent auf 21 Prozent erwarten die Investoren eine Steigerung der Gewinnergebnisse der US-Unternehmen, was zusätzlich die Bewertungen verbessert. Hinzu kommen steuerliche Anreize die von den US-Unternehmen im Ausland gehorteten Billionen von US-Dollar zu repatriieren. Diese könnten dann für Aktienrückkäufe, Ausschüttungen oder auch Investitionen verwendet werden, und damit die Börsen weiter befeuern.

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