Finanzgeschehen im Februar

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Berg- und Talfahrt an den internationalen Börsen im Februar. Inflations- und damit verbundene Zinserhöhungssorgen, das Schreckgespenst eines globalen Handelskrieges und auch Unsicherheit vor den Wahlen in Italien ließen Investoren im Februar orientierungslos zurück.

Donald Trumps Androhung, Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte einzuführen, versetzte den internationalen Börsen, die sich im Verlauf des letzten Monats von ihrem Einbruch zu Beginn des Februars erholen konnten, einen erneuten Schlag. Sollte der US-amerikanische Präsident seine Drohung wahrmachen, 25 Prozent Zölle auf sämtliche Stahlimporte der größten Volkswirtschaft der Welt zu erheben, könnte dies die Kosten für die Unternehmen in die Höhe treiben und somit die Margen senken. Investoren fürchten allerdings auch Vergeltungsmaßnahmen von Seiten Europas. In einer globalisierten Welt sind die Töne von Seiten Trumps Gift für die Stimmung an den Börsen. Jedoch zeigen sich selbst US-Republikaner überrascht und kritisch von Trumps Worten.

Auch politische Unsicherheiten lasten insbesondere auf den europäischen Börsen. Die Mitglieder der SPD stimmten am Wochenende bereits zugunsten einer Neuauflage der Großen Koalition in Deutschland ab und verhinderten dadurch vermutlich Neuwahlen. Auch die Parlamentswahl in Italien ließ Investoren in Wartestellung gehen. Die Wahl brachte eine Pattsituation hervor, wobei sowohl die rechte Partei Lega als auch die Protestbewegung „Fünf Sterne“ das Recht, eine Regierung zu bilden beanspruchen. Weitere Unsicherheit verbleibt dabei im Markt. Allerdings dürften selbst die größten EU-Kritiker mit Blick auf die Entwicklungen in Großbritannien seit dem Brexit-Votum es kaum wagen, den Bruch mit der EU zu riskieren. Mit der verbleibenden Unsicherheit ergeben sich innerhalb einer weiterhin sehr positiven globalen Konjunkturumfelds Chancen, das Portfolio auszubauen.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

1 Gedanke zu „Finanzgeschehen im Februar

  1. Ich hätte gerne 2 Fragen.
    Wie ist der Ausblick für die nächsten 6 Monate und möglichen Zinserhöhungen in USA?

    Sollte für die nächsten 2 – 3 Jahre eher konservativ – Reduzierung des Aktienanteils – agiert werden?
    Danke
    Manfred

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