Finanzgeschehen im März

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Der März war geprägt von einer Konsolidierung der globalen Märkte und Sorgen vor einem weltweiten Handelskrieg. Die Tiefs aus dem Abverkauf von Anfang Februar hielten jedoch, was zuletzt wieder für eine Beruhigung sorgte. Dabei spielen auch die gedämpfteren Töne aus den USA und China in ihrem Handelskonflikt eine Rolle.

Donald Trumps Anhebung der Zölle auf chinesische Importe in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar und Chinas Antwort in Form einer Anhebung von Zöllen auf US-Importe in gleicher Höhe ließen Investoren zuletzt das Schreckgespenst eines Handelskrieges immer realer erscheinen. Da ein eskalierender Streit zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt die Wachstums- und Ertragsaussichten der Unternehmen belasten würde, litten entsprechend die globalen Börsen auch im März. Dass das Tief vom Abverkauf Anfang Februar verteidigt werden konnte, zeigt, dass Investoren nun in eine Wartestellung übergehen. Immerhin läuft die weltweite Konjunktur rund und auch politische Risiken haben sich im Hinblick auf die Koalitionsbildung in Deutschland und der Gefahr aus Nordkorea abgeschwächt. Sollte es bei dem rhetorischen Säbelrasseln des US-amerikanischen Präsidenten Trump und des chinesischen Ministerpräsidenten Xi bleiben – und nichts anderes ist es, da die Summen um die es geht im globalen Handel kaum eine Rolle spielen – dürften Anleger rasch wieder auf verbilligtem Niveau zukaufen. Die versöhnlichen Töne die Ministerpräsident Xi auf dem Wirtschaftsforum in Boao anstieß, lassen derweil auf eine Entspannung des Konfliktes hoffen. So will Xi die Einfuhrzölle auf Automobile, die aktuell 25 Prozent betragen, „bedeutend“ senken, seinen Finanzmarkt öffnen und Beschränkungen für Beteiligungen ausländischer Firmen lockern. Tatsächlich sind dies Punkte, die auch von Europäern seit Jahren beanstandet werden. Möglicherweise hat Trumps Poltern damit sogar einen positiven Effekt auf den Welthandel.

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