Finanzgeschehen im April

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Kräftige Erholungsbewegung an den globalen Börsen im April: Noch gegen Ende März bangten die internationalen Investoren, ob das Tief vom Februar nachhaltig nach unten durchbrochen werden würde. Doch im April setzte eine kräftige Erholungsbewegung ein, die den Optimismus wieder zurückbringen sollte. Nicht nur das Abflauen der Handelskriegsrhetorik zwischen den USA und China spielen für die Stabilisierung eine Rolle, sondern auch sehr gute Quartalsergebnisse von Unternehmen, die die Bewertungen moderater erscheinen lassen. Zudem zeigt sich die Wirtschaft in den USA sehr robust.

So ist die größte Volkswirtschaft der Welt im ersten Quartal nach letzter Schätzung um 2,3 Prozent gewachsen und damit stärker als von Analysten erwartet. Die solide Konjunktur spiegelt sich denn auch in den Unternehmensergebnissen wider. Dort beträgt im ersten Quartal das jährliche Gewinnwachstum 18,3 Prozent und das Umsatzwachstum 7,6 Prozent. So gute Geschäfte wiesen die US-Konzerne zuletzt im ersten Quartal 2011 aus. Ähnlich positiv erfolgreich agierten im ersten Quartal auch die europäischen Firmen. Für die Börsen bleibt damit das Umfeld aus niedrigen Zinsen bei gleichzeitig dynamischer Konjunktur- und Geschäftsentwicklung erhalten.

Eine Sorge der Investoren besteht vor einem Anstieg der Zinsen. Und tatsächlich haben Ende März die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen zum ersten Mal seit 4 Jahren die Zinsmauer von 3 Prozent durchbrochen. Doch höhere Zinsen an sich würgen noch keine Börsenhausse ab. Nur bei gleichzeitig abfallender Konjunktur und stark steigender Inflation würde dies Wolken am Börsenhimmel entstehen lassen. Doch für beides gibt es bisher keine Anzeichen.

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