Finanzgeschehen im zweiten Quartal 2018

Kategorien Aktuelles

Nachdem es in den ersten Wochen kontinuierlich nach oben ging, haben die Märkte in den letzten zwei Wochen des Quartals deutlich an Boden verloren und über die Hälfte der Performance wieder eingebüßt.

Zu den wichtigeren Ereignissen des zurückliegenden Quartals gehört neben der Zuspitzung der Handelsstreitigkeiten die Anhebung der Zinsen durch die amerikanische Notenbank Fed Mitte Juni auf eine Spanne von jetzt 1,75-2%. In der gleichen Woche hat die europäische Notenbank angekündigt, das Anleiherückkaufprogramm zum Jahresende auslaufen zu lassen. Relevant für die Wirtschaft und für die Wertentwicklung der Portfolien war außerdem auch die leichte Dollarstärke. Die amerikanische Währung hat gegenüber dem Euro im letzten Quartal ca. 5% gewonnen.

Zinspolitik und Dollarstärke haben sich deutlich auf die Portfolioperformance ausgewirkt: Rendite kam in den zurückliegenden drei Monaten vor allem aus amerikanischen Aktien, die durch die Dollarstärke noch einen zusätzlichen Schub erhalten hat. Der S&P500 legte in Euro fast 9% zu und die kleinen und mittleren amerikanischen Aktien brachten es sogar auf +15%. Auf der anderen Seite, mit -5%, sind die Schwellenländer in den letzten Wochen die großen Verlierer. Zum einen erwarten die Märkte, dass ein drohender Handelskrieg die Weltwirtschaft abkühlen könnte, was die Schwellenländer besonders treffen würde. Außerdem haben viele Länder hohe Schulden in Dollar zu bedienen. Steigende Zinsen in den USA und ein stärkerer Dollar drohen da zu einer hohen Belastung zu werden.

Trotz des zunehmend raueren Tons zwischen den großen Handelsmächten und der Erhebung immer weiterer Strafzölle, bleiben die Märkte gemessen an der Volatilität weiterhin eher ruhig. Der CBOE Volatility Index („VIX“) lag im ganzen Quartal unter 20, die meiste Zeit sogar unter 15. Damit bewegt er sich historisch weiter auf niedrigem Niveau.

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