Finanzgeschehen im Februar 2019

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Schlechtere Konjunkturaussichten können Anleger kalt lassen

Erfahrene Anleger wissen, dass sich die Entwicklung der Aktienbörsen nicht mit Sicherheit voraussagen lässt. In den Kursen spiegeln sich die Befindlichkeiten von hunderttausenden Investoren, deren Launen nicht vorhersehbar sind. Ein typisches Beispiel war Anfang März die Reaktion auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Währungshüter senkten ihre Konjunkturprognosen überraschend stark und kündigten an, die Leitzinsen länger als geplant auf null zu halten. Zudem bekommen Banken mit neuen Langfristkrediten der EZB zusätzlich Unterstützung.

Eine unter dem Strich expansivere Geldpolitik beflügelt normalerweise die Aktienkurse. Doch in diesem Fall gaben die Notierungen an den Börsen nach. Offenbar missfielen den Anlegern die schlechteren Wachstumsperspektiven. Das Beispiel zeigt: Marktdaten können heute so und morgen wieder anders interpretiert werden. Wie sich Anleger letztlich verhalten, hängt zum einen von ihren kurzfristigen Erwartungen ab und davon, welche Investmentstory sich gerade an den Märkten durchgesetzt hat.

Doch was bedeuten die gesenkten Konjunkturprognosen für die kommenden zwei Jahre nun für Ihr Portfolio? Die vielleicht überraschende Antwort lautet: gar nichts. Erstens sind Konjunkturprognosen meistens falsch und zweitens besteht grundsätzlich zwischen Wirtschaftswachstum und Aktienrenditen kein positiver Zusammenhang. Hohes Wachstum mündet nicht zwangsläufig in hohen Aktienrenditen – und umgekehrt. Stattdessen war es in der Vergangenheit so, dass die Renditen in Ländern mit schwachem Wirtschaftswachstum tendenziell höher waren als in Ländern mit hoher Expansionsrate.

An den Börsen wird eben nicht die Gegenwart, sondern die Zukunft gehandelt. In Ländern, wo es nicht so gut läuft, aber die Aussicht auf Besserung besteht, fallen deswegen die Aktienrenditen nicht selten besonders hoch aus. So gesehen könnten Europa und die Schwellenländer die USA als Hauptrenditelieferanten in den kommenden Jahren ablösen. Doch dazu muss zunächst erkennbar werden, dass die Europäische Union nicht ein Dauersanierungsfall bleibt.

Ob es so kommt, wissen wir nicht (und auch niemand anders). Ihr international diversifiziertes Vaamo-Portfolio ist deshalb so konstruiert, dass es sich in unterschiedlichen Wirtschafts- und Finanzmarkt-Szenarios gut behaupten kann.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.