Finanzgeschehen im März 2019

  • vaamo 

Frühlingserwachen an den Aktienmärkten

Nach den deutlichen Zugewinnen in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres, legten die internationalen Aktienmärkte im März zunächst eine Verschnaufpause ein. Erst gegen Ende des Monats nahmen die Kurse wieder Fahrt auf, wobei sie den Schwung bis in den April mit hineinnehmen konnten. Dem DAX katapultierte diese kleine Rallye zuletzt immerhin über die 12.000-Punkte-Marke und damit auf den höchsten Stand seit Oktober 2018. Ähnliches gilt für den Euro Stoxx 50 sowie den US-Leitindex S&P 500.

Woher diese neue Zuversicht? Was auffällt ist, dass die Rezessionsängste unter den Anlegern offensichtlich abgenommen haben. Zwar deuten einige wichtige Frühindikatoren darauf hin, dass sich das Wirtschaftswachstum verlangsamen wird, auf eine bevorstehende Rezession weisen die Daten jedoch nicht hin.

Rückenwind erhielten die Aktienmärkte im März auch von den Notenbanken. Sowohl die Fed als auch die EZB schalteten auf ihren jeweiligen Sitzungen in den geldpolitischen Rückwärtsgang.  Leitzinserhöhungen wird es demnach in diesem Jahr weder dies- noch jenseits des Atlantiks geben. Was für Aktien gemeinhin als gut angesehen wird, ist für verzinsliche Wertpapiere ein Dilemma. Denn mit ihrem Zinsaufschub sorgte die EZB dafür, dass mittlerweile selbst die Renditen von zwölfjährigen Bundesanleihen in den negativen Bereich gedreht sind.

Dass der anhaltende Zinsnotstand die Aktienkurse noch weiter nach oben treibt, ist keineswegs gewiss. Dazu reicht ein Blick auf die Bewertungen. So notiert der DAX – auf Basis der für 2019 erwarteten Gewinne – aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,1. Das ist zwar nicht übermäßig teuer, aber auch kein Schnäppchenpreis. Zum Vergleich: Zu Jahresbeginn war der DAX lediglich mit dem elffachen der für 2019 erwarteten Gewinne bewertet. 

Anleger sollten nach den jüngsten Kursgewinnen also nicht allzu zu sorglos werden. Einige Risikofaktoren wie ein harter Brexit mögen zwar in den Hintergrund getreten sein, vom Tisch sind sie aber noch nicht.

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