Das richtige Maß finden

Als kleinstes Flächenland Deutschlands hat das Saarland bei vaamo beim Thema Sparplanhöhe die Nase vorn. Denn eine interne Analyse unserer Sparraten nach Bundesland ergab, dass die Saarländer nicht nur die im Durchschnitt höchste Sparplanrate haben, sie sparen auch mehr als doppelt soviel wie unsere Hauptstädter in Berlin. Selbst unser Heimatland Hessen liegt im Deutschlandranking nur auf Platz 5. Die Höhe der monatlichen Anlage allein ist jedoch nicht aussagekräftig, denn aus ihr erfährt man nichts über das Verhältnis zum monatlichen Einkommen der Sparer. Die sogenannte Sparquote, die genau dieses Verhältnis abbildet, liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 9,7 % und verteilt sich ganz unterschiedlich über die Bundesländer.

Als Vermögensverwalter liegt es in unserer Verantwortung, unseren Kunden ein geeignetes Produkt anzubieten. Hierfür haben wir unsere Anlagestrategien entwickelt, mit denen man je nach persönlicher Risikoneigung einfach am Kapitalmarkt investieren kann. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist somit getan. Aber wieviel sollte man eigentlich monatlich zurücklegen?

Eine Faustformel besagt, dass jeder eine Reserve von 3 6 Monatsgehältern besitzen sollte. Dieser Betrag ist ausschließlich dazu gedacht um unvorhersehbare Ausgaben (wie den Kauf einer neuen Waschmaschine, wenn die alte soeben den Geist aufgegeben hat) aufzufangen. Daher ist es wichtig, dass diese Reserve auf einem Konto mit täglicher Verfügbarkeit zugänglich ist. Zu dieser finanziellen Reserve kommt nun das Sparen für den langfristigen Vermögensaufbau bzw. für das Alter hinzu. Hier wird oft zu einer Sparquote von 10 % des Nettoeinkommens geraten. Staatlich gefördert werden aber nur 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens und auch nur, wenn in spezielle Altersvorsorgeprodukte investiert wird. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von gerundet 3.000 EUR, von dem abzüglich Steuern und Sozialabgaben noch ca. 2.200 EUR netto ausgezahlt werden, müßten dementsprechend 220 EUR im Monat gespart werden.

Eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes, die im Dezember letzten Jahres veröffentlich wurde, hat sich dem Thema angenommen. Unter dem Arbeitstitel Lebensstandard im Alter sichern Rentenlücke mit Aktien schließen” wurde erneut festgestellt, dass wir Deutschen zu sehr sicherheitsorientierten Produkten neigen. Nicht mal jeder Fünfte ist im Besitz von Aktien. Und das, obwohl wir uns in einer anhaltenden Niedrigzinsphase befinden und somit eine Investition am Kapitalmarkt eine logische Alternative bildet. Sicherlich sind viele Anleger von der Volatilität der schwankenden Märkte abgeschreckt und befürchten einen Kapitalverlust. Aus diesem Grund wurden die historischen Renditen am deutschen Aktienmarkt Dax 30 bei einer langfristigen monatlichen Anlage betrachtet. Das Ergebnis zeigte, dass bei einem Anlagezeitraum von mindestens 20 Jahren selbst im schlechtesten Falle eine jährliche positive Rendite erwirtschaftet wurde. Das bedeutet, dass der Anleger nicht nur einen vollständigen Kapitalerhalt erzielt hätte, sondern auch noch eine positive jährliche Rendite, die mit durchschnittlich 2,7 % weit über dem momentanen Tageszinssatz und auch über der von der EZB angehaltenen Inflationsrate von ca. 2 % liegt.

  

Eine breite Streuung über verschiedene Branchen und Regionen, sowie über unterschiedliche Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen, können die Schwankungsbreite minimieren. Und durch einen regelmäßig eingezahlten Sparbetrag, stellt sich die Frage nach dem richtigen“ Einstiegszeitpunkt an der Börse nicht. Dem Cost-Average-Effekt (auch Durchschnittskosteneffekt) sei Dank.

Eine Überprüfung, mit welchen Produkte Sie momentan für den langfristigen Vermögensaufbau sparen, lohnt also in jedem Fall. Selbst die Verbraucherzentrale rät, sich wenigstens einmal im Jahr die Zeit zu nehmen und zu überprüfen, ob die persönlichen Finanzen noch den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Denn mit steigendem Lebensstandard sollte auch die monatliche Sparrate erhöht werden, um den gleiche Standard auch für das Alter ermöglichen zu können

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie hierzu den Risikohinweis.

Finanzgeschehen im Juli

Neue Allzeithochs im MSCI-World, S&P 500, Dow Jones und Nasdaq prägen den Börsenmonat im Juli. Auf der anderen Seite fielen europäische Indizes leicht zurück. Was allerdings nicht an den fundamentalen Daten liegt, denn diese sehen für Europa sehr gut aus. Vielmehr belastet der rasant aufgewertete Euro. Durch die Erholung der Gemeinschaftswährung gegen den US-Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren werden europäische Produkte im Ausland teurer und belasten etwas die Wettbewerbsfähigkeit.

Der stark gestiegene Euro hat noch eine andere Auswirkung. Da zahlreiche Aktien und Anlagen in US-Dollar notieren, können durch eine Rück-Umrechnung in Euro einige Prozente verloren gehen. Das bedeutet, dass selbst bei einer guten Strategie und steigenden Kursen in Euro gerechnet leichte Verluste auftreten können. Dieser Effekt funktioniert in beide Richtungen. Sollte der Euro beispielsweise wieder etwas schwächer gegen den US-Dollar notieren, kann es auch zu Wechselkursgewinnen zusätzlich zu Kursgewinnen kommen. Daher ist eine breite Diversifizierung in verschiedene Regionen empfehlenswert.

Ein Grund für die starke Aufwertung des Euros liegt in Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi. Auf einer Konferenz im portugiesischen Sintra hatte der oberste Geldhüter sich zuversichtlich gezeigt, dass in der Eurozone das Inflationsziel von zwei Prozent wieder erreichbar sei. Am Markt wurden seine Worte dahingehend gedeutet, dass die EZB bald einen Schritt in Richtung einer Normalisierung der Geldpolitik beschließen könnte, angefangen mit einer Reduzierung des monatlichen Volumens ihres Wertpapieraufkaufprogrammes. Die jüngsten Inflationszahlen für den Euroraum zeigen allerdings, dass der Weg noch weit ist. So blieb die Teuerung der Verbraucherpreise im Juli mit 1,3 Prozent weiterhin sehr niedrig.

Im Fokus der Marktteilnehmer standen im Juli allerdings auch die Geschäftsergebnisse von Unternehmen. Und die Zahlen für das letzte Quartal können sich durchaus sehen lassen, was auch den Höhenflug der Börsen maßgeblich stützt. So konnten 73 Prozent der Unternehmen des US-amerikanischen Leitindex S&P 500, die bisher ihre Bücher geöffnet haben, die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Aber auch Europa setzt seine konjunkturelle Erholung fort. Durch den anhaltenden Aufschwung ist die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gefallen. Auch das Geschäftsklima hellt sich weiter auf und erreichte im Juli den besten Wert seit fast zehn Jahren. Der Internationale Währungsfonds hob entsprechend seine Wachstumsprognose für die Eurozone in 2017 auf 1,9 Prozent an.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

Ein Raunen geht durch die Branche

Cashboard hat als erstes Robo-Advisor-FinTech am 10.05.2017 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (Aktenzeichen: 36c IN 2469/17) gestellt. Im Jahr 2014 gegründet, ging das Unternehmen mit der Vision an den Markt „den führenden kuratierten Marktplatz für Privatanleger zu schaffen”. Hierbei ging Cashboard neue Wege und bot u. a. ein Kapitalschutzkonto an, dass 2% Mindestrendite und 100% Kapitalerhalt garantierte. Als Gegenleistung verlangte das Unternehmen lediglich eine Performancegebühr von 10% und verzichtete bewusst auf die sonst üblichen fixen Gebühren. Zuletzt konnten sie leider keinen Investor mehr von diesem Modell überzeugen.

Wir wünschen unseren Kollegen von Cashboard alles Gute für die Zukunft!

Wie schon in ihrer eigenen Bekanntmachung bestätigt, sind die Kundengelder von der Insolvenz des Unternehmens nicht betroffen. Denn wie auch bei anderen Unternehmen in unserer Branche, wurden die Gelder in der Regel in Fonds investiert, die für die Kunden bei den angebundenen Depotbanken verwahrt werden. Fonds gelten nach Definition des Investmentgesetzes (InvG) als Sondervermögen und werden im Namen der Anteilseigener verwaltet. Cashboard selbst hatte die Anbindung, Software und Know-How zur Verfügung gestellt. Eine Berührung mit den Kundengeldern gab es nicht. Und selbst im Falle einer Insolvenz der Depotbank, sieht der § 38 InvG Absatz 3 vor, dass in diesem Falle lediglich der Bank das Recht der Verwaltung des Sondervermögens entzogen wird. „Die Sondervermögen gehören nicht zur Insolvenzmasse der Kapitalanlagegesellschaft.”

Die betroffenen Kunden müssen sich nun mit der depotführenden Stelle in Verbindung setzen. Um ihr Geld selbst müssen Sie sich also nicht sorgen, jedoch Gedanken machen, wie sie weiter damit verfahren wollen und ob die Anlage weiterhin zu ihnen passt.

Sollten Sie noch kein Kunde von vaamo sein, so könnte vaamo dabei eine Option sein. Denn wir stellen Ihnen die passende Anlagestrategie zusammen. Hierfür müssen Sie lediglich ein paar Fragen in unserem Anlageassistenten beantworten. Anschließend erhalten Sie eine Empfehlung über ein Portfolio, dass auf Ihre persönliche Gesamtsituation zugeschnitten ist. Die Verwaltung der Fonds übernimmt unsere Partnerbank, die FIL Fondsbank GmbH (FFB). So kommen wir nicht mit Ihrem Geld in Berührung und es wird sicher als Sondervermögen für Sie verwahrt. Sie profitieren von unserem Know-How und können mit unserer Anwendung ganz intuitiv und einfach am Kapitalmarkt agieren.

 

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie hierzu den Risikohinweis.

3 Jahre vaamo – Wir entwickeln uns weiter!

Vor 3 Jahren durften wir unsere ersten Kunden begrüßen. Pünktlich zum Jubiläum ergeben sich einige Änderungen, die Ihre persönliche Erfahrung mit vaamo noch besser gestalten werden. Beispielsweise bieten wir Ihnen zukünftig einige neue Angebote, u. a. die Academy, und auch unsere informative Website hat sich deutlich verändert. Was es damit genau auf sich hat, erfahren Sie im Folgenden:

Die neue Website: Greifen Sie jetzt noch schneller auf viele hilfreiche Informationen zu!

Eventuell ist es Ihnen ja bereits aufgefallen, unsere Website ist jetzt noch übersichtlicher, damit Sie nun schneller auf viele hilfreiche Informationen rund um das Thema Geldanlage zugreifen können. Schauen Sie doch mal vorbei und lernen Sie z. B. in unserem neugestalteten Service-Teil unser Team noch besser kennen.

Die Academy: Erweitern Sie Ihr Wissen über die weltweiten Kapitalmärkte!

Während sich vaamo in den letzten 3 Jahren stetig weiterentwickelt hat, sind unsere Kunden mit uns gewachsen. Für viele von Ihnen sind wir mittlerweile nicht nur ein Vermögensverwalter, sondern auch ein wichtiger Partner Ihrer Weiterbildung bezüglich des Themas Geldanlage geworden. Dieses Angebot wollen wir noch weiter ausbauen und bieten Ihnen in naher Zukunft die Academy, in welcher Sie u.a. neue spannende Informationsvideos und -webinare finden werden. Dort finden Sie dann bestimmt ein spannendes Video, oder haben Anregungen über Themen, die Sie interessieren. Wir freuen uns schon jetzt über Ihre Vorschläge.

Der Rückrufservice: Maximale Flexibilität für unsere Kunden!

Lassen Sie uns gerne bei Fragen oder Anregungen wissen, wann Sie erreichbar sind und wir rufen Sie im Rahmen unseres neuen Rückrufservice zu Ihrer persönlichen Wunschuhrzeit an. Dieses neue Feature soll Ihnen in Zukunft ermöglichen, Ihren Kontakt mit vaamo noch flexibler und einfacher als bisher zu gestalten.

Das neue Gebührenmodell: 

Zusätzlich zu den neuen Angeboten senkt vaamo auch die Kosten Ihrer Geldanlage. Seit 1. Juli können Sie ab einem durchschnittlich investierten Vermögen in Höhe von 100.000 € stark profitieren und zahlen zukünftig nur noch 0,49 % statt 0,79 % p. a. Servicegebühr. Dadurch sparen Sie mindestens 300 € pro Jahr gegenüber dem aktuellen Gebührenmodell. Prüfen Sie doch gleich mal nach, ob Sie die 100.000 € bereits überschritten haben oder kurz davor stehen. Es lohnt sich!

In eigener Sache:

Nachdem wir lange darüber nachgedacht, viele Argumente für beide Seiten abgewogen und uns Kundenfeedback eingeholt haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, Sie zukünftig mit „Sie” anzusprechen. Auch wenn es viele Befürworter sowohl für „Du” als auch für „Sie” gibt, so scheint das „Sie” im Kontext einer professionellen Vermögensverwaltung passender. Nichtsdestotrotz können Sie sich selbstverständlich sicher sein, dass unser Service dennoch so persönlich und vertrauensvoll bleiben wird wie bisher. Vielmehr wollen wir in Zukunft noch stärker auf Sie eingehen. Lassen Sie uns wissen, was Sie persönlich interessiert und was wir besser machen können. Rufen Sie uns gerne auch weiterhin an, wir freuen uns auf Sie (069 3807 6632).

 

Wie Sie mit vaamo gegen die Altersarmut ankommen können

Wieder einmal hat es das Schlagwort „Altersarmut“ in die aktuelle Presse geschafft. Grund hierfür ist die am 26. Juni 2017 veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Entwicklung der Altersarmut bis 2036: Trends, Risikogruppen und Politikszenarien“. Doch an dieser Stelle geht es uns nicht darum Angst zu schüren, sondern wir wollen uns von ihr inspirieren lassen, schon längst vorhandenes Wissen zu rekapitulieren. Wir wollen Sie für die Zukunft wappnen.

Fakten:

In einer von comdirect durchgeführten Umfrage, gab fast jeder Zweite an, dass er nicht privat für die eigene Altersvorsorge spart. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von dem Glauben, keine ausreichende Liquidität zu besitzen, bis hin zu der Annahme, dass das Sparen für die Altersvorsorge kompliziert sei. Vielleicht fühlen Sie sich sogar ertappt. Aber ist es denn wirklich so? Muss Sparen kompliziert sein?

Wir wollen unser Geld möglichst schnell verfügbar haben, und so parken viele Deutsche ihre Liquidität in längst nicht mehr rentablen Produkten wie Tagesgeldkonten oder Sparbüchern, deren Verzinsung bereits seit mehreren Jahren unter der Inflationsrate liegt. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) geht sogar von einem Anstieg der Inflation auf 2,4 % pro Jahr für Deutschland bis 2022 aus. So wird prognostiziert, dass deutsche Haushalte innerhalb der kommenden 20 Jahren 14.000 EUR durch gerade eben diese Produkte verlieren. „Im Schnitt lassen die Menschen 4 % Rendite im Jahr auf der Straße liegen“ fand Prof. Dr. Andreas Hackethal mit seinem Team an der Goethe-Universität Frankfurt heraus.

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Schlussfolgerung:

Das eine langfristige Anlage nicht kompliziert sein muss und sie trotzdem jederzeit über Ihr Geld verfügen können, stellt vaamo bereits seit 2014 unter Beweis. Mit einer Anlage am Kapitalmarkt können Sie langfristig höhere Renditen erreichen und somit dem negativen Einfluss der Inflation entgegenwirken. Für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen die meisten unserer Kunden einen monatlichen Sparplan. Denn die Beträge werden automatisch vom Konto abgebucht und Sie müssen sich nicht jeden Monat erneut dazu aufraffen, eine Überweisung zu tätigen. Auch schon mit einer geringen Höhe können Sie viel erreichen, denn sowohl ein mehrjähriger Anlagehorizont als auch der Cost-Average-Effekt stehen Ihnen bei der Renditebildung zur Seite. Jedoch ist es mit der bloßen Einrichtung des Sparplans nicht getan. Sie sollten Ihre Einkommenssituation regelmäßig neu betrachten und Ihren Sparplan entsprechend anpassen. Denn mit steigendem Einkommen erhöht sich in der Regel auch der Lebensstandard und damit der Bedarf an Liquidität im Alter.

Nehmen Sie sich daher die Zeit und passen Sie Ihre Sparpläne jetzt an.

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Finanzgeschehen im Juni

Auch im Juni wurden an den globalen Börsen neue Bestmarken gesetzt. Ob die US-Leitbörsen Dow Jones und S&P 500 oder in Europa der DAX, Anleger konnten sich über neue Rekordhochs freuen. Zuletzt wurde der Optimismus aufgrund der Sorgen vor einer baldigen Straffung der Geldpolitik allerdings gedämpft. So schickte der Chef der Europäischen Zentralbank Mario Draghi mit einigen Äußerungen die Gemeinschaftswährung auf ein 1-Jahres-Hoch und die Börsen nach unten. Die Bedenken vor einer baldigen geldpolitischen Wende sind allerdings unbegründet.

DAX mit Rekordhoch und Rückfall auf April-Niveau

Der DAX kann stellvertretend betrachtet werden, um die Börsen-Entwicklung in Europa zu erklären. Sehr gute fundamentale Daten aus der Eurozone, ein Rückgang der Arbeitslosigkeit auf Mehrjahres-Tief und eine sehr zuversichtliche Stimmung unter Unternehmen wie Konsumenten halfen dem DAX im Juni bis knapp an die 13.000-Punkte-Marke zu steigen. Betrachtet man den Durchschnitt der Eurozonen-Einkaufsmanagerindex-Werte, die die Zuversicht der Unternehmen widerspiegeln und gleichzeitig als guter Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung dienen, dann könnte die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum im zweiten Quartal noch stärker gewachsen sein als im ersten Quartal und auch erneut die USA hinter sich lassen. Dem gesunden Bild an den Börsen hat der Europäische Zentralbankchef Mario Draghi allerdings mit seinen jüngsten Äußerungen, die, wenn man den anschließenden Versuch der Beruhigung seiner Notenbank-Kollegen betrachtet, unbeabsichtigt einen Hieb versetzt. So erklärte er, dass er eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in Europa erwartet und zuversichtlich ist, dass die Inflation bald in Richtung Zielwert steigen wird. Eigentlich unspektakulär, an den Märkten wurde jedoch spekuliert, ob die europäische Geldpolitik bald gestrafft wird. Als Resultat fielen die Kurse von europäischen Staatsanleihen, die im Rahmen des milliardenschweren Wertpapieraufkaufprogramms der EZB erworben werden und der Euro stieg auf ein 1-Jahres-Hoch gegen den USD. Ein starker Euro schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der exportorientierten, europäischen Wirtschaft und zog so die Börsen-Indizes in Mitleidenschaft und den DAX auf April-Niveau.

Inflation bleibt schwach

Die Unruhe an den Märkten dürfte sich allerdings bald legen, denn ein wesentlicher Faktor der die Geldpolitik beeinflusst, die Verbraucherpreisentwicklung, bleibt weiterhin hinter der Zielrate der EZB zurück. So hat sich die Inflationsrate im Juni gegenüber dem Vormonatswert weiter abgeschwächt. Nachdem im Mai noch ein Anstieg um 1,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat vermeldet wurde, fiel die Teuerung im Juni auf 1,3 %. Akuten Handlungsdruck auf die EZB löst dies nicht aus. Zumal die Verbraucherpreise im Juni durch saisonale Effekte gestützt wurden, die im nächsten Monat bereits wieder entfallen werden.

USA heben Zinsen zum zweiten Mal an

In den USA hat die zögerliche Normalisierung der Geldpolitik mit einem vierten Zinsanhebungsschritt seit Ausbruch der Finanzkrise auf nun 1,25 % bereits begonnen. Allerdings zweifeln die Marktteilnehmer zunehmend daran, dass die US-Geldpolitiker rasch die nächsten Zinsschritte einleiten werden. Die am Markt gehandelte Wahrscheinlichkeit eines weiteren Zinsschrittes noch dieses Jahr sind zuletzt unter 50 % gefallen. Denn auch in den USA bleibt die Inflation hinter der gesetzten Zielrate von 2 % zurück. Zusätzlich jedoch ist die wirtschaftliche Dynamik allenfalls robust. Das letzte was die Notenbanker ob in Europa, den USA oder Japan möchten, ist durch eine verfrühte Straffung der Geldpolitik der wirtschaftlichen Erholung zu schaden oder das Schreckgespenst einer Deflation wieder hervorzuholen. Für die Börsen bedeutet dies weiterhin extrem günstige Liquidität bei einer guten Konjunkturentwicklung.

Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden.

Finanzgeschehen im Mai

Im Mai kamen mit dem Abebben politischer Risiken in Europa und einer anziehenden Weltkonjunktur Frühlingsgefühle bei den globalen Investoren auf. Das führte zu neuen Rekordständen unter anderen im MSCI-Welt-Index und im DAX. Bei den Anfang des Jahres allen vorausgeeilten US-Indizes konnte im Mai allerdings nur der Nasdaq einen neuen Rekordstand markieren, während der Dow Jones und S&P 500 auf hohem Niveau verharren. Hier spielen Spekulationen über eine potenzielle Amtsenthebung und auch eine verminderte Durchsetzungskraft des US-Präsidenten Donald Trump eine Rolle in der Zurückhaltung der Investoren.

Europa atmet auf und überholt die USA

Nachdem auch in Frankreich ein Wahlsieg von Euro-kritischen Politikern abgewendet wurde, erhält das Projekt Europa eine Durchschnaufpause. Investoren, die sich zuvor mit Investments auf dem alten Kontinent zurückgehalten haben, nutzten die Gelegenheit um ihre Positionen aufzustocken. Denn die Attraktivität Europas für die internationalen Marktteilnehmer steigt nicht nur aufgrund der relativ günstigeren Aktien-Bewertungen. Die Fundamentaldaten zeigen eine positive Entwicklung auf: So wuchs die Wirtschaftsleistung der Eurozone von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um 0,5% und damit mehr als doppelt so schnell wie in den USA. Die Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum fiel mit 9,3% zudem zuletzt auf den tiefsten Stand seit März 2009. Währenddessen verharrt die Inflation mit 1,4% auf niedrigem Niveau. Das ist für Investoren durchaus ein wichtiger Punkt, denn so lange die Inflation trotz der positiven Wirtschaftsdynamik nicht allzu stark anzieht, wird die Europäische Zentralbank sich mit einer Straffung der Geldpolitik zurückhalten.

USA wandeln sich zum Sorgenkind

So schnell kann das Blatt sich wenden: Während noch im Frühjahr aufgrund der Unsicherheiten vor den wichtigen Wahlen in Europa die Marktteilnehmer sorgenvoll auf Europa blickten, bestimmen nun Sorgenfalten aufgrund des US-Präsidenten Donald Trump das Bild auf dem Parkett. Mit seiner Entscheidung den FBI-Chef James Comey, der die Untersuchungen über eine Verwicklung des Trumpschen Wahlkampfteams mit Russland untersuchte, abzusetzen, hat Donald Trump über Nacht die Wetten auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn steigen lassen. Auch vielen Republikanern, die sich bisher mit Kritik zurückhielten, ging dieser Schritt zu weit und sie befürworteten das Einsetzen eines Sonderermittlers. Unabhängig davon, ob es zu einer Amtsenthebung in den USA kommen wird, alleine die Unsicherheit darüber lastet aktuell auf den US-Börsen.

Investoren sehr zuversichtlich

Trotz der Unwägbarkeiten rund um Donald Trump und selbst vor den Brexit-Verhandlungen, Investoren zeigen sich sehr zuversichtlich, wie anhand der VIX- und VDAX-Indizes abgelesen werden kann. Diese Indizes basieren auf Index-Optionen auf den S&P 500 (VIX) und den DAX (VDAX), und bilden die erwartete Volatilität dieser Leitindizes wieder. Daher werden der VIX und VDAX auch als „Angstbarometer“ bezeichnet. Mit aktuellen Niveaus jeweils um dem niedrigsten Stand seit 2014 zeigt sich ein Bild von sehr zuversichtlichen Investoren, die kaum Anstalten machen, sich abzusichern.

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