Das richtige Maß finden

Als kleinstes Flächenland Deutschlands hat das Saarland bei vaamo beim Thema Sparplanhöhe die Nase vorn. Denn eine interne Analyse unserer Sparraten nach Bundesland ergab, dass die Saarländer nicht nur die im Durchschnitt höchste Sparplanrate haben, sie sparen auch mehr als doppelt soviel wie unsere Hauptstädter in Berlin. Selbst unser Heimatland Hessen liegt im Deutschlandranking nur auf Platz 5. Die Höhe der monatlichen Anlage allein ist jedoch nicht aussagekräftig, denn aus ihr erfährt man nichts über das Verhältnis zum monatlichen Einkommen der Sparer. Die sogenannte Sparquote, die genau dieses Verhältnis abbildet, liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 9,7 % und verteilt sich ganz unterschiedlich über die Bundesländer.

Als Vermögensverwalter liegt es in unserer Verantwortung, unseren Kunden ein geeignetes Produkt anzubieten. Hierfür haben wir unsere Anlagestrategien entwickelt, mit denen man je nach persönlicher Risikoneigung einfach am Kapitalmarkt investieren kann. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist somit getan. Aber wieviel sollte man eigentlich monatlich zurücklegen?

Eine Faustformel besagt, dass jeder eine Reserve von 3 6 Monatsgehältern besitzen sollte. Dieser Betrag ist ausschließlich dazu gedacht um unvorhersehbare Ausgaben (wie den Kauf einer neuen Waschmaschine, wenn die alte soeben den Geist aufgegeben hat) aufzufangen. Daher ist es wichtig, dass diese Reserve auf einem Konto mit täglicher Verfügbarkeit zugänglich ist. Zu dieser finanziellen Reserve kommt nun das Sparen für den langfristigen Vermögensaufbau bzw. für das Alter hinzu. Hier wird oft zu einer Sparquote von 10 % des Nettoeinkommens geraten. Staatlich gefördert werden aber nur 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens und auch nur, wenn in spezielle Altersvorsorgeprodukte investiert wird. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von gerundet 3.000 EUR, von dem abzüglich Steuern und Sozialabgaben noch ca. 2.200 EUR netto ausgezahlt werden, müßten dementsprechend 220 EUR im Monat gespart werden.

Eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes, die im Dezember letzten Jahres veröffentlich wurde, hat sich dem Thema angenommen. Unter dem Arbeitstitel Lebensstandard im Alter sichern Rentenlücke mit Aktien schließen” wurde erneut festgestellt, dass wir Deutschen zu sehr sicherheitsorientierten Produkten neigen. Nicht mal jeder Fünfte ist im Besitz von Aktien. Und das, obwohl wir uns in einer anhaltenden Niedrigzinsphase befinden und somit eine Investition am Kapitalmarkt eine logische Alternative bildet. Sicherlich sind viele Anleger von der Volatilität der schwankenden Märkte abgeschreckt und befürchten einen Kapitalverlust. Aus diesem Grund wurden die historischen Renditen am deutschen Aktienmarkt Dax 30 bei einer langfristigen monatlichen Anlage betrachtet. Das Ergebnis zeigte, dass bei einem Anlagezeitraum von mindestens 20 Jahren selbst im schlechtesten Falle eine jährliche positive Rendite erwirtschaftet wurde. Das bedeutet, dass der Anleger nicht nur einen vollständigen Kapitalerhalt erzielt hätte, sondern auch noch eine positive jährliche Rendite, die mit durchschnittlich 2,7 % weit über dem momentanen Tageszinssatz und auch über der von der EZB angehaltenen Inflationsrate von ca. 2 % liegt.

  

Eine breite Streuung über verschiedene Branchen und Regionen, sowie über unterschiedliche Anlageklassen, wie Aktien und Anleihen, können die Schwankungsbreite minimieren. Und durch einen regelmäßig eingezahlten Sparbetrag, stellt sich die Frage nach dem richtigen“ Einstiegszeitpunkt an der Börse nicht. Dem Cost-Average-Effekt (auch Durchschnittskosteneffekt) sei Dank.

Eine Überprüfung, mit welchen Produkte Sie momentan für den langfristigen Vermögensaufbau sparen, lohnt also in jedem Fall. Selbst die Verbraucherzentrale rät, sich wenigstens einmal im Jahr die Zeit zu nehmen und zu überprüfen, ob die persönlichen Finanzen noch den persönlichen Bedürfnissen entsprechen. Denn mit steigendem Lebensstandard sollte auch die monatliche Sparrate erhöht werden, um den gleiche Standard auch für das Alter ermöglichen zu können

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie hierzu den Risikohinweis.

Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten

Das ist leichter als gedacht, denn hierfür gibt es zwei grundlegende Theorien der Finanzmathematik, die Sie unterstützen, ohne dass Sie hierfür aktiv werden müssen. Dazu zählen der Zinseszinseffekt und der Cost-Average-Effekt“, auch Durchschnittskosteneffekt genannt.
 
 
Ihr Weg zu 250.000 EUR
 
Auf den ersten Blick scheinen 250.000 EUR unerreichbar, aber Sie werden sehen, dass Sie auch solch hohe Endsummen relativ einfach erzielen können. Hierzu benötigen Sie nur etwas Zeit und Durchhaltevermögen. Lassen Sie das 8. Weltwunder“ für sich arbeiten, denn so soll Albert Einstein einst den Zinseszinseffekt“ genannt haben. Das Prinzip dahinter ist ganz simpel, denn es besagt, dass auf erhaltene Zinsen, wieder neue Zinsen gezahlt werden. Bei einer Anlage am Kapitalmarkt werden zwar oft keine festen Zinsen gezahlt, dafür können aber die Erträge (z. B. Dividenden und Zinsen) als Wiederanlage zur Rendite beitragen. Denn hierfür werden dann zusätzliche Anteile erworben, die im Wert steigen können und wiederum Erträge erwirtschaften.
 
„Compound interest is the eighth wonder of the world. He who understands it, earns it. He who doesn’t, pays it.“ (Albert Einstein)
 
Martin Muster ist 35 Jahre jung und steht mit beiden Beinen fest im Leben. Er hat ein geregeltes Einkommen und möchte für sein Alter vorsorgen. Er plant seinen Ruhestand mit 65 Jahren. Wenn er jetzt monatlich ca. 260 EUR beiseite legt, kann er die 250.000 EUR bei einer angenommenen Rendite von 6% p. a. in den nächsten 30 Jahren erreichen. Aufgrund des Zinseszinseffektes erhält er einen höheren Renditeertrag als er real einzahlt. Wenn er jedoch mit seiner Sparanstrengung wartet, wendet sich das Blatt. Nur 15 Jahre später müsste seine Sparrate mehr als 3-mal so hoch sein. Hätte er hingegen schon 10 Jahre früher begonnen, dann läge sein Renditeertrag bei 75% und seine Sparrate wäre fast halbiert.
 
  
An diesem Beispiel lässt sich das Sprichwort Zeit ist Geld“ gut veranschaulichen. Aber auch schon mit einer kleinen Anpassung einer bestehenden Sparrate kann viel erreicht werden. So kann die Erhöhung des Sparplans um nur 50 EUR im Monat einen Unterschied von fast 50.000 EUR im Endergebnis ausmachen.
 
 
 
Durch regelmäßige Einzahlungen mehr erreichen
 
Hand in Hand mit dem Zinseszinseffekt“ geht der Cost-Average-Effekt“. Dieser Effekt macht gerade bei volatilen Anlageprodukten Sinn, wie sie häufig am Kapitalmarkt zu finden sind. Der Anleger kann durch die regelmäßige Einzahlung eines festen Betrages im Durchschnitt eine höhere Anzahl von Anteilen erwerben, als der Anleger, der immer eine feste Stückzahl kauft. Das liegt ganz einfach daran, dass zu Zeiten, an denen der Kurs niedrig steht, besonders viele Anteile erworben werden. Steigt der Kurs, werden entsprechend weniger Anteile gezeichnet.
 
Die Berechnung mit dem Zinseszinseffekt“ gibt Martin Muster zu denken. Er will etwas tun. Da er auf seinem Tagesgeldkonto momentan keine Zinsen mehr erhält, beschließt er am Kapitalmarkt zu investieren. Am nächsten Morgen unterhält er sich mit seinem Kollegen Stefan Beispiel über sein Vorhaben. Der kann ihm nur zustimmen und möchte auch investieren. Doch während Martin Muster privat immer nur für einen festen Betrag sein Auto betankt, so tankt Stefan Beispiel immer voll, egal zu welchem Preis. Diese unterschiedlichen Verhaltensweisen machen sich auch bei der Kapitalmarktanlage bemerkbar. 
 
Martin Muster erwirbt monatlich jeweils Anteile im Wert von 250 EUR während Stefan Beispiel immer genau 20 Anteile zeichnet. Nach einem halben Jahr ziehen beide Kollegen Bilanz.
 
Martin Muster hat rund 118 Anteile für insgesamt 1.500 EUR erworben während Stefan Beispiel 1.590 EUR ausgegeben hat und nun im Besitz von 120 Anteilen ist. Auf den ersten Blick scheint es keinen Unterschied zu geben und so rechnen sie nach. Martin Muster zahlte durchschnittlich 12,71 EUR pro Anteil und Stefan Beispiel jedoch 13,25 EUR.
 
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Stefan Beispiel hat viel von Martin Muster gelernt. Er will nun auch regelmäßig am Kapitalmarkt sparen und freut sich schon jetzt auf seine ersten 100.000 EUR. 

Lassen Sie Ihr Geld auch für sich arbeiten und erreichen Sie Ihre erste viertel Million – lieber früher als später.
Optimieren Sie jetzt Ihre Sparpläne.

 

Die Inhalte dieses Blogartikels dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als vorrangige Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Geldanlage am Kapitalmarkt ist mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie hierzu den Risikohinweis.

Wie Sie mit vaamo gegen die Altersarmut ankommen können

Wieder einmal hat es das Schlagwort „Altersarmut“ in die aktuelle Presse geschafft. Grund hierfür ist die am 26. Juni 2017 veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung mit dem Titel „Entwicklung der Altersarmut bis 2036: Trends, Risikogruppen und Politikszenarien“. Doch an dieser Stelle geht es uns nicht darum Angst zu schüren, sondern wir wollen uns von ihr inspirieren lassen, schon längst vorhandenes Wissen zu rekapitulieren. Wir wollen Sie für die Zukunft wappnen.

Fakten:

In einer von comdirect durchgeführten Umfrage, gab fast jeder Zweite an, dass er nicht privat für die eigene Altersvorsorge spart. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von dem Glauben, keine ausreichende Liquidität zu besitzen, bis hin zu der Annahme, dass das Sparen für die Altersvorsorge kompliziert sei. Vielleicht fühlen Sie sich sogar ertappt. Aber ist es denn wirklich so? Muss Sparen kompliziert sein?

Wir wollen unser Geld möglichst schnell verfügbar haben, und so parken viele Deutsche ihre Liquidität in längst nicht mehr rentablen Produkten wie Tagesgeldkonten oder Sparbüchern, deren Verzinsung bereits seit mehreren Jahren unter der Inflationsrate liegt. Der Internationalen Währungsfonds (IWF) geht sogar von einem Anstieg der Inflation auf 2,4 % pro Jahr für Deutschland bis 2022 aus. So wird prognostiziert, dass deutsche Haushalte innerhalb der kommenden 20 Jahren 14.000 EUR durch gerade eben diese Produkte verlieren. „Im Schnitt lassen die Menschen 4 % Rendite im Jahr auf der Straße liegen“ fand Prof. Dr. Andreas Hackethal mit seinem Team an der Goethe-Universität Frankfurt heraus.

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Schlussfolgerung:

Das eine langfristige Anlage nicht kompliziert sein muss und sie trotzdem jederzeit über Ihr Geld verfügen können, stellt vaamo bereits seit 2014 unter Beweis. Mit einer Anlage am Kapitalmarkt können Sie langfristig höhere Renditen erreichen und somit dem negativen Einfluss der Inflation entgegenwirken. Für den langfristigen Vermögensaufbau nutzen die meisten unserer Kunden einen monatlichen Sparplan. Denn die Beträge werden automatisch vom Konto abgebucht und Sie müssen sich nicht jeden Monat erneut dazu aufraffen, eine Überweisung zu tätigen. Auch schon mit einer geringen Höhe können Sie viel erreichen, denn sowohl ein mehrjähriger Anlagehorizont als auch der Cost-Average-Effekt stehen Ihnen bei der Renditebildung zur Seite. Jedoch ist es mit der bloßen Einrichtung des Sparplans nicht getan. Sie sollten Ihre Einkommenssituation regelmäßig neu betrachten und Ihren Sparplan entsprechend anpassen. Denn mit steigendem Einkommen erhöht sich in der Regel auch der Lebensstandard und damit der Bedarf an Liquidität im Alter.

Nehmen Sie sich daher die Zeit und passen Sie Ihre Sparpläne jetzt an.

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Experten meinen. Interview mit Hartmut Petersmann, Gründer des Petersmann Instituts für den unabhängigen Finanzberater

HP_F3404_klKannst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Hartmut Petersmann und ich habe das „Petersmann Institut für den unabhängigen Finanzberater“ gegründet. Wir sind der Meinung, dass der höchste Anspruch an die Finanzberatung gerade mal gut genug ist, dem Kunden dienen zu dürfen. Unsere Mitglieder verstehen sich als Anwalt ihrer Kunden in Sachen Finanzen, sind unabhängig, professionell und erfahren. Am Ende des Tages ist das Ergebnis für den Kunden aber nur so gut, wie es die Produktvehikel hergeben. Darum kommt der Produktprüfung eine besondere Bedeutung zu. Aus dieser Überzeugung heraus, sind wir auch auf die Idee gekommen, die Studie zu den Transaktionskosten in Fonds anzufertigen. In sieben verschiedenen Kompetenzzentren unseres Instituts erarbeiten wir für jede wichtige Asset-Klasse und IFA-Belange ähnliche Ideen. In meinem unmittelbaren Vorleben war ich Partner bei einer Privatbank.

Bitte fasse für unsere Leser die wesentliche Erkenntnis Ihres aktuellen Reports in 2-3 Sätzen zusammen.

Gutgläubige Anleger gehen beim Kauf eines Fonds davon aus, dass die angegebene Gesamtkostenquote (TER) ihrer Bezeichnung gerecht wird. Unsere Analysen über die letzten Jahre von mehr als tausend Fonds hat ergeben, dass die in der  TER NICHT enthaltenen Transaktionskosten mitunter überraschend hoch sind und somit die Rendite der Anleger teilweise erheblich schmälert.

Das sieht ja nach vielen Stunden intensiver Analysearbeit aus. Wie aufwendig waren diese Auswertungen?

Für einen Anleger ist es fast unmöglich, sich die hierzu erforderlichen Daten zu beschaffen und aussagefähig zu berechnen. Wir haben uns hierzu eine relativ standardisierte Systematik ausgedacht, mit welcher wir viele Fonds beobachten und analysieren können. Aber Sie haben recht. Bis es soweit war, mussten wir viel Arbeit und Zeit aufwenden.

Du hast die Studie bereits zum dritten Mal durchgeführt. Siehst Du über Zeit Veränderungen?

Nein. Auffällige Anbieter blieben auffällig. Günstige Anbieter blieben günstig. Die auffälligen Anbieter selbst reden sich häufig mit „Ausrutscher“ oder „marktabhängig bzw. ansatzabhängig“ heraus. Unsere Analyse lässt eher die Schlussfolgerung zu, dass es sich eher um „Hauspolitik“ handelt. Diese gilt es bei der Fondsselektion herauszufinden.

Die Ergebnisse sind gerade für die großen Fondsgesellschaften schon fast skandalös. Wie reagieren Presse und Verbraucherschützer auf diese Ergebnisse? Haben sich die großen Fondsgesellschaften schon bei Dir gemeldet? 

Skandalöser als die Ergebnisse selbst ist unseres Erachtens der Umgang mit diesen Erkenntnissen. Wir hätten statt „Schulterzucken“ und Ignoranz mehr aktive Reaktionen in der Praxis im Sinne eines weiteren Selektionskriteriums oder Mitbewerberbeobachtung erwartet. Die Presse hat hier und dort natürlich reagiert, betreibt aber häufig eher eine „klientelbezogene“ Berichterstattung. Und: Ja. Manche Häuser beobachten unsere Ergebnisse sehr ernsthaft.

Welche Handlungsempfehlungen leitest Du für Deine Kunden daraus ab? Wie sollen sich Anleger verhalten?

Ganz einfach: Der Anbietende sollte schlicht darauf aufmerksam machen, dass wirklich die Gesamtkosten im Auswahlprozess eine Rolle gespielt haben und zum Auswahlergebnis beigetragen haben. So kann sich der Anleger sicher sein, dass auch dieser Punkt gewürdigt wurde. „Geiz ist zwar geil“, jedoch sind die Kosten alleine auch nicht das Maß aller Dinge.

Was machst Du hinsichtlich Deiner eigenen Geldanlage?

Mein Vermögen ist gut über die wichtigsten Asset-Klassen verteilt, wird von Profis nach den gemeinsam erarbeiteten Rahmenbedingungen verwaltet und:  Das Wichtigste: Ich vertraue und erwarte keine Zauberkunst. So sollte es sein.

Kosten aktiver Fonds noch höher als weithin angenommen

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Eine der wichtigsten Regeln der erfolgreichen Geldanlage lautet „Kosten niedrig halten“ (https://www.vaamo.de/wissenschaft.html). Nur so ist sichergestellt, dass der überwiegende Teil der erzielten Rendite auch tatsächlich beim Anleger ankommt.

Um die Kosten niedrig zu halten, werden – so auch bei vaamo – am besten passive ETFs oder Indexfonds eingesetzt. Die Kosten liegen hier mit 0,2-0,6% pro Jahr deutlich unter denen aktiv verwalteter Fonds der großen Fondsgesellschaften. Dort liegen die ausgewiesenen Kosten in der Regel bei 1,5-2,0%, also mindestens 3-4 Mal so hoch. Als ob das nicht schon genug wäre, legt jetzt eine aktuelle Studie des Petersmann Instituts (http://www.petersmann-institut.de) offen, dass die tatsächlichen Kosten der aktiven Fonds meist noch deutlich höher liegen als offiziell angegeben. Dort sind nämlich die fondsinternen Transaktionskosten nicht reflektiert. Um die tatsächlichen Kosten herauszufinden hat das Petersmann Institut sich die Geschäftsberichte der großen Publikumsfonds im Detail angesehen. Das schockierende Ergebnis: nicht wenige Fonds erreichen eine Gesamtkostenquote von über 2,5%, manche sogar deutlich über 3%. Diese Ergebnisse verwundern selbst Fachleute. Damit fressen die Kosten des Fonds einen großen Teil der Erträge wieder auf. Welche Auswirkungen diese Kosten auf die langfristige Performance haben, zeigt folgendes einfaches Rechenbeispiel:

Bei einer angenommenen Rendite von 6% p.a. ohne Kosten würde sich das eingesetzte Kapital in Abhängigkeit von den Kosten jeweils im folgenden Zeitraum ungefähr verdoppeln:

ohne Kosten: 12 Jahre
bei 0,5% Kosten (ETFs/Indexfonds): 13 Jahre
aktiver Fonds mit 1,5% Kosten: 16 Jahre
aktiver Fonds mit 3,0% Kosten: 24 Jahre

Während sich das Kapital innerhalb von 24 Jahren bei einem Fonds mit Gesamtkosten von 3% verdoppelt, hat es sich bei einem günstigen ETF bereits fast vervierfacht! Es lohnt sich also bei den Kosten ganz genau hinzuschauen oder gleich auf günstige ETF-Lösungen zu setzen!

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Vermittler, einem Berater und einem Vermögensverwalter?

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Am 30. November hat vaamo den Erhalt der Lizenz als Vermögensverwalter bekannt gegeben. Doch was sind die Unterschiede zwischen einem Vermittler, Berater und Vermögensverwalter? Diese Frage möchten wir Dir hiermit beantworten.

Übergeordnet definieren die drei Bezeichnungen Unterschiede in den angebotenen Finanzdienstleistungen, den gesetzlichen Pflichten, sowie den Zulassungsvoraussetzungen.

Der Vermittler übermittelt einen konkreten Auftrag seines Kunden an die ausführende Bank. Auf Basis Deiner eigenen Entscheidung kannst Du bei Deinem Vermittler ein Finanzprodukt anfragen. Der Vermittler kann Dir weitere Informationen zum Anlageprodukt geben, allerdings nicht prüfen, ob das Produkt Deinen persönlichen und finanziellen Umständen, Deiner Erfahrung, als auch Deinen Anlagezielen entspricht. Nachdem Du das Anlageprodukt erworben hast, ist ein Vermittler auch nicht verpflichtet, die Entwicklung dieses Produktes oder Deines Portfolios zu überwachen. Ob eine BaFin-Lizenz erforderlich ist, hängt von der Art der vermittelten Finanzinstrumente ab.

Der Anlageberater hingegen empfiehlt ein konkretes Anlageprodukt. Im Rahmen der Anlageberatung prüft er, ob ein Produkt für Dich geeignet ist und die einhergehenden Risiken auch für Dich tragbar sind. Die Entscheidung als auch der Erwerb des Produktes liegen aber letztendlich in der Hand des Kunden. Insbesondere nach den bald in Kraft tretenden MiFID2-Regeln, ist der Berater aber angehalten die Geeignetheit der empfohlenen Finanzinstrumente regelmäßig zu beurteilen. Ob eine BaFin-Lizenz erforderlich ist, hängt von der Art der empfohlenen Finanzinstrumente ab.

Ein Vermögensverwalter bietet die Dienstleistung des Portfoliomanagements an. Der Kunde erteilt dem Vermögensverwalter dabei eine Dispositionsvollmacht für das Kunden-Depot. Mit diesem Mandat darf der Vermögensverwalter entsprechend vereinbarter Anlagerichtlinien Anlageprodukte für das Kunden-Portfolio kaufen und verkaufen, allerdings keine Vermögensüberträge oder Überweisungen tätigen. Um die Eignung für die spezielle Dienstleistung der Vermögensverwaltung festzustellen und ganz im Sinne der Kunden-Portfolio-Entwicklung handeln zu können, ist der Vermögensverwalter verpflichtet, umfassende Informationen über die persönlichen Umstände, Kenntnisse und Erfahrungen zu Wertpapieren, finanzielle Verhältnisse, als auch Anlageziele des Kunden, einzuholen. Darüber hinaus ist der Vermögensverwalter verpflichtet, die Entwicklung des Portfolios ständig zu überwachen.

Unser Ziel ist es, Dir beim Thema Geldanlage eine professionelle Anlagelösung zu bieten und dabei den Zugang so einfach wie möglich zu gestalten. Wir wollen Dich vor allem von allen lästigen und zeitraubenden Aktivitäten der Anlage und der Überwachung befreien. Wir glauben, dass wir diesem Ziel mit dem Schritt vom Vermittler zum Vermögensverwalter noch etwas nähergekommen sind.  Dadurch können wir nicht nur eine individuelle Anlagestrategie erstellen und empfehlen, sondern auch laufend in den Portfolien Fonds austauschen und ein individuelles Rebalancing vornehmen.

Wie geht man Geldanlage langfristig strategisch sinnvoll an?

Gerade in der heutigen Zeit mit zunehmender Unsicherheit, wie beispielsweise durch die überraschende Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten und niedrigen Zinsen, gewinnt eine strategisch sinnvolle Herangehensweise an die Kapitalbildung und -sicherung noch mehr an Bedeutung.

Veranschaulicht werden kann ein guter strategischer Ansatz bei der Kapitalanlage am Beispiel Fußball. Viele kennen den Spruch: „Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen und am Ende gewinnt immer Deutschland.“  Dieser Satz stammt noch aus einer Zeit, als das deutsche Nationalteam nicht gerade für Zauberfußball berüchtigt war, sondern vor allem für Effizienz. Während in Nationalteams anderer Länder häufig einzelne Spielmacher herausragten, war es in Deutschland häufig das Team, das gut harmoniert und strategisch agiert. Diese Strategie brachte die deutsche Nationalelf in der ewigen Tabelle der Fußball-Weltmeisterschaften auf den zweiten Rang.

Dieses Erfolgsrezept lässt sich gut auch auf die eigene Anlagestrategie übertragen und erklärt in Grundzügen, wie eine strategisch sinnvolle Geldanlage angegangen werden kann. Ein wichtiges Stichwort lautet: Diversifikation. Selbstverständlich kann mit der Schwerpunktbildung auf einen „Spieler“ oder Wert eine Überperformance erreicht werden. Allerdings entsteht dadurch auch ein größeres Risiko. Warum? Weil ein „Spieler“ schnell auch ausfallen kann und damit dann das gesamte „Spiel“ gefährdet wird. Genauso verhält es sich bei der Geldanlage.

Ein Beispiel: Die Präsidentschaftswahl des Donald Trump hat beispielsweise den Höhenflug der Tech-Werte wie Amazon, Apple und Facebook unterbrochen, da das Silicon Valley gegen Trump war und dieser auch nicht gerade als Tech-Fan bekannt ist. Demgegenüber reagierten Kurse der Old Economy im Dow Jones positiv aufgrund der Spekulationen über massive Infrastruktur-Maßnahmen. Berücksichtige der Anleger in seinem Portfolio nur Tech-Werte, erzielte er hohe Verluste. In dem Moment, wo er seine Kapitalstrategie breit aufstellt, können Verluste viel besser durch andere Werte – wie in diesem Fall beispielsweise Dow Jones-Werte – ausgeglichen werden. Denn das „Team“ aus verschiedenen Werten, die jeweils eigene „Stärken“ aufweisen und unterschiedlich auf Ereignisse reagieren, fängt Verluste nicht nur auf, sondern verhilft zu einer konstant guten Performance.

Der zweite, ebenso wichtige Bestandteil einer strategischen Kapitalanlage ist die Langfristigkeit. Immer wieder passieren weltweit Ereignisse, die kurzfristig die Märkte schwanken lassen. Wer dann in Panik verfällt und entgegen seiner Strategie handelt, läuft mit voller Wucht in die fallenden Kurse und verzeichnet meist hohe Verluste. Statistiken belegen, dass sich die Märkte langfristig immer wieder erholen und Verluste mit der Zeit ausgeglichen werden und am Ende Rendite erzielt werden kann.

Ein langfristiger und diversifizierter Ansatz wie Du sie bei Deinen vaamo-Portfolien vorfindest, lässt Dein Kapital keine zauberhaften Renditensprünge vorführen. Aber Du kannst Dir sicher sein, dass diese Strategie Dich langfristig an Dein Ziel führen wird. Und Deine Nerven werden dabei definitiv geschont.